Anlässlich des Internationalen Tags der Roma hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gemeinsam mit der Harvard Law School, dem Bundes Roma Verband, der Voice of Roma, Ashkali and Egyptians …
Der Menschenrechtsaktivist Paul Polansky ist am 26. März 2021 im Alter von 79 Jahren in Knez Selo bei Niš in Serbien gestorben. Mit ihm hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine wichtige…
Schon früh hatte die GfbV den Verdacht, dass die fünf Camps in Nord Mitrovicë/Mitrovica ganz in der Nähe einer Bleischmelzanlage extrem verseucht waren, öffentlich gemacht und eine Evakuierung der Lager gefordert. Foto: Roma-Mädchen Sarah Jahirovic (2008) Foto: Bernard Sulivan.
Kosovo: Hoffnung für bleivergiftete Flüchtlinge
In einem Schreiben an UN-Generalsekretär António Guterres haben 55 Europa-Abgeordnete Entschädigung für Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter gefordert, die nach dem Kosovo-Krieg 1999 von den Vereinten Nationen in bleiverseuchten Flüchtlingslagern untergebracht worden waren und deshalb ernsthaft erkrankt sind. Das Engagement der Parlamentarier gibt den Opfern des unverantwortlichen Umgangs der UN mit diesen Flüchtlingen Hoffnung auf Gerechtigkeit und endlich angemessene medizinische Hilfe.
Es ist an der Zeit, dass 25 Jahre nach der Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention durch Deutschland die Rechte aller Kinder uneingeschränkt gelten – egal, wo die Kinder oder ihre Eltern herkommen. Foto: pixabay.com
In Deutschland haben nicht alle Kinder die gleichen Rechte
Auch nach 25 Jahren UN- Kinderrechtskonvention müssen Kinder für ihre Rechte in Deutschland kämpfen.
Die Bundesregierung hatte zum Weltflüchtlingstag Opfern von Flucht und Vertreibung gedacht, doch gleichzeitig werden Roma-Kinder, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, in den Kosovo abgeschoben. Das ist für uns nicht hinnehmbar! Deswegen demonstrierten wir während der Feierstunde vor dem Gebäude.
Entwurzelt nicht „unsere“ Roma-Kinder!
Während der Feierstunde der Bundesregierung zum Gedenken an die Opfer von Flucht und Vertreibung im Deutschen Historischen Museum am Montag in Berlin haben wir gemeinsam mit langjährig geduldeten Roma aus dem Kosovo gegen die geplante Abschiebung dieser Minderheitenangehörigen protestiert.
"Angesichts ihrer unerträglichen Situation und eingedenk der Verfolgung und Vernichtung der Sinti und Roma durch das NS-Regime fordern wir die Bundesregierung und die Bundesländer auf, die nur rund 4.400 langjährig in Deutschland geduldeten Roma aus dem Kosovo als Kontingent bei uns aufzunehmen und so ein Zeichen des guten Willens für diese existenziell bedrohte Minderheit zu setzen." Tilman Zülch, Präsident der GfbV International
Menschenrechtler mahnen mit Aktion in Berlin: Abschiebung langjährig geduldeter Flüchtlinge ist Vertreibung!
Aktion vor dem Deutschen Historischen Museum in Berlin: „Unsere“ Roma-Kinder dürfen nicht entwurzelt werden!
Sowohl die westeuropäische Rückführungspolitik als auch die Wiedereingliederungspolitik im Kosovo zwingen Tausende Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter in einen fortwährenden Migrationskreislauf. Sie finden in Europa buchstäblich keinen Platz zum Bleiben.