Umwelt- und humanitäre Katastrophe in der bolivianischen Chiquitanía
Die Gesellschaft für bedrohte Völker ist alarmiert über die zunehmende Umweltzerstörung und die verheerenden Folgen der aktuellen Waldbrandsaison in der bolivianischen Chiquitanía, die Indigene Völker und ihre Umwelt gleichermaßen bedroht. In diesem Jahr sind den Bränden bereits zwölf Millionen Hektar Land zum Opfer gefallen. Ein exklusives Video dokumentiert, das auf abgebrannten Waldflächen im Schutzgebiet Bajo Paragua über Nacht eine Siedlung errichtet wurde.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor den Auswirkungen der anhaltenden politischen Spannungen in Bolivien auf die indigenen Gemeinschaften und die Umwelt. Die Konflikte zwischen den politischen Akteuren lenken von den drängenden sozialen und ökologischen Problemen des Landes ab und bringen Bolivien an den Rand einer Krise.
Waldbrand im Valle Tucabaca im Chiquitanía-Trockenwald in Bolivien, 2022 Foto: Claudia Belaunde/FCBC
Tag des Amazonas (5.9.)
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt zum Tag des Amazonas (5.9.) vor der Zerstörung wichtiger angrenzender Ökosysteme und der Bedrohung der dort lebenden indigenen Völker durch verheer…
Landwirtschaft ist die Lebensgrundlage für lokale und indigene Bewohner der Gemeinde Macharetí im Südosten Boliviens. Das Foto zeigt, wie während des Guaraní-Karnevals im Jahr 2020 Rinder gebrandmarkt werden.
Foto: Jhaquelin Dávalos/IPDRS
Internationaler Tag der indigenen Völker (9.8.)
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt zum Tag der indigenen Völker am 9. August vor einer zunehmenden Bedrohung indigener Völker in Südamerika durch Landkonflikte und die Folgen des Klimawandels. „Durch Waldbrände, Ernteausfälle und Konflikte über die Landnutzung wächst der Druck auf indigene Territorien und Lebensweisen. Das hat zu einer dramatischen Verschärfung der Lebensbedingungen indigener Völker in Südamerika geführt“, sagt Jan Königshausen, GfbV-Referent für Indigene Völker.
Waldbrand in Chiquitania, Bolivien. 29. Juli 2024. Foto: Steffen Reichle
Waldbrände in Bolivien
In großer Sorge um indigene Gemeinschaften in Bolivien schlägt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) Alarm. Waldbrände bedrohen in der Chiquitania, einem artenreichen Ökosystem im Nordosten d…
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) äußert große Besorgnis über den vermeintlichen Putschversuch in Bolivien. „Hintergrund der aktuellen politischen Unruhen in Bolivien sind schwelende ökon…
Wahlen in Bolivien:
• Kein indigener Kandidat bei den Wahlen am 18. Oktober
• Zunehmende anti-indigene Tendenzen im Land
• Fortschritte bei indigenen Rechten müssen in jedem Fall erhalten bleiben
Waldbrände in Bolivien bedrohen indigenen Lebensraum:
• Ausnahmezustand im gesamten Land
• 2020 etwa 23.000 Quadratkilometer Regenwald verbrannt
• Das wenige verfügbare Wasser wird jetzt für Löscharbeiten eingesetzt
Vor zehn Jahren wurde die UN Declaration on the Rights of Indigenous Peoples (UNDRIP) von der UN-Vollversammlung verabschiedet. Aber viele der darin beschrieben Rechte stehen für indigene Gemeinschaften bis heute nur auf dem Papier. Foto: Eliane Fernandes Ferreira
Memorandum: 10 Jahre UN-Deklaration zu den Rechten indigener Völker (UNDRIP)
Zehn Jahre nach der Verabschiedung der Deklaration zieht die Menschenrechtsorganisation Gesellschaft für bedrohte Völker eine kritische Bilanz