Bundesregierung soll mehr Hilfe für Flutopfer in Bosnien-Herzegowina bereitstellen
Der Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Tilman Zülch, hat am Freitag im Bundeskanzleramt in Berlin einen Appell an Bundeskanzlerin Angela Merkel übergeben, für die Flutopfer in Bosnien-Herzegowina umfangreiche Katastrophenhilfe bereitzustellen.
„Deutschland hat eine besondere Verantwortung!“ Bundesregierung und Hilfswerke sollen in Bosnien schnelle Katastrophenhilfe leisten
Angesichts der verheerenden Überschwemmungen auf dem Balkan hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) den eindringlichen Appell an die deutsche Bundesregierung gerichtet, Bosnien sofort umfassende Katastrophenhilfe anzubieten. An deutsche Hilfswerke wandte sich die Menschenrechtsorganisation mit der Bitte, nach dem Vorbild der Hilfsaktionen für die Opfer des Elbe-Hochwassers vor einem Jahr ein gemeinsames Spendenkonto für die Flutopfer in Bosnien einzurichten.
Der Gründer und Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker Deutschland (GfbV), Tilman Zülch, ist am Sonntag in Sarajevo zum Ehrenbürger der bosnischen Hauptstadt ernannt worden. Die bosnische Sektion der GfbV teilte am Montag mit, Oberbürgermeister Prof. Dr. Ivo Komsic habe den 74-Jährigen während der feierlichen Zeremonie im Staatstheater gewürdigt.
Generalsekretär und Gründer der Gesellschaft für bedrohte Völker erhält Europäischen Bürgerrechtspreis der Sinti und Roma sowie Ehrenbürgerschaft von Sarajevo
Der Generalsekretär und Gründer der Gesellschaft für bedrohte Völker, Tilman Zülch, wird im Frühjahr 2014 gleich zweimal geehrt: Er erhält den Europäischen Bürgerrechtspreis der Sinti und Roma und er wird mit der Ehrenbürgerschaft von Sarajevo ausgezeichnet.
GfbV fordert konsequenten Einsatz Deutschlands für den Schutz der Zivilbevölkerung in Kriegen
Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ein Memorandum, in dem Schicksale von Frauen in Kriegen, auf der Flucht und in Nachkriegsgesellschaften dokumentiert werden. Weltweit erfahren sechs von zehn Frauen während ihres Lebens körperliche und sexuelle Gewalt.
Erstmals seit dem Krieg gegen Bosnien brennen wieder Regierungsgebäude in Sarajevo!
Von Tuzla über Zenica bis Sarajevo haben Menschen aus blanker Verzweiflung und steigender Wut die Sitze der Regierung belagert. Sie haben sie beschädigt und in Brand gesteckt, weil ihre Not wirtschaftlich und gesundheitlich das nackte Überleben gefährdet – und die korrupten Eliten dies kalt ignorieren.
Die GfbV und andere Organisationen konnten mit einem Appell an verschiedene Vertreter der internationalen Gemeinschaft in Sarajevo/Brüssel und London einen Plan der serbischen Behörden in Visegrad /Republika Srpska vereiteln.
Die serbischen Vertreter dieser ostbosnischen Stadt hatten vor, das Haus eines Bosniaken, in dem während des Bosnien-Krieges 1992 70 Bosniaken (Frauen, Männer und Kinder) bei lebendigen Leib verbrannt wurden, niederzureissen. Damit wollten sie verhindern, dass es zu einer Gedenkstätte umfunktioniert wird.
Das Haus von Adem Omeragic ist seit langer Zeit den serbischen Behörden ein Dorn im Auge, weil es von den Angehörigen der Opfer zu Jahrestagen aufgesucht wurde. Es sollte am 24 . Dezember 2013, als die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit in der Weihnachtszeit gering war, niedergerissen werden. Der Hohe Repräsentant für Bosnien-Herzegowina und der Leiter der OSZE-Mission vor Ort protestierten scharf bei dem Bürgermeister von Visegrad, die Zerstörung des Hauses konnte gestoppt werden.
Müssen die Niederlande für den Tod der Einwohner von Srebrenica Mitverantwortung übernehmen?
Mit Spannung erwartet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) das Urteil des Obersten Gerichtshofes der Niederlande im Verfahren überlebender Angehörige der Opfer von Srebrenica gegen den niederländischen Staat. In dem Prozess soll entschieden werden, ob die in Srebrenica stationierten niederländischen Blauhelme für die Ermordung von bosnischen Zivilisten, die auf dem Stützpunkt der UN-Schutztruppe Zuflucht vor den serbischen Truppen gesucht hatten und fortgeschickt worden waren, tatsächlich Mitverantwortung tragen müssen.
Der serbische Präsident Tomislav Nikolic entschuldigt sich
Was sagen die Opfer?Aus bedrohte völker_pogrom 275, 1/2013„Er muss uns überzeugen, dass das, was er sagt, die Wahrheit ist, denn nur sieben Tage zuvor hat er in New York bei den Vereinten Nationen …