Universität Stockholm schließt chinesisches Konfuzius-Institut
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt es, dass nun auch in Europa die politische und ideologische Unabhängigkeit der von China geförderten Konfuzius-Institute auf den Prüfstand gestellt wird. Zum Jahreswechsel hatte die Universität Stockholm nach öffentlicher Kritik die Schließung des dortigen Konfuzius-Instituts angekündigt.
Weltkonferenz der Konfuzius-Institute tagt in China (7./8.12.)
Während in Xiamen in China die 9. Weltkonferenz der Konfuzius-Institute tagte (7./8.12.), hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine Anhörung im Deutschen Bundestag zu den Folgen der Ausbreitung von Konfuzius-Instituten für die Freiheit der Wissenschaft an deutschen Universitäten gefordert. Das deutsche Parlament sollte dem Beispiel des US-Kongresses folgen und in einer öffentlichen Anhörung untersuchen, ob die Unabhängigkeit der wissenschaftlichen Lehre durch die enge Anbindung von Konfuzius-Instituten an sinologische Institute gefährdet ist.
China kündigt Stopp des Organraubs an: Zweifel an „freiwilliger“ Organentnahme
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zweifelt an der Ankündigung Chinas, dass Hingerichteten künftig keine Organe mehr geraubt, sondern nur noch freiwillige Organspenden akzeptiert werden sollen. Solange die chinesische Justiz staatliche Willkür weder stoppen kann noch will, können sich inhaftierte Gewissensgefangene und ihre Angehörigen nicht wirksam gegen Organraub wehren. In einem Staat, in dem sich Funktionäre nicht an Gesetze gebunden fühlen, kann es auch keine „Freiwilligkeit“ geben.
Deutsch-chinesischer Menschenrechtsdialog in Berlin (4.12.)
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat angesichts eskalierender Menschenrechtsverletzungen in China eine Einstellung des Menschenrechtsdialogs mit der Volksrepublik gefordert. Menschenrechtsfragen müssen wieder eine zentralere Bedeutung im Verhältnis zu China bekommen und dürfen nicht mehr in ein Dialogforum ausgegliedert werden, das selten tagt und von den Regierungen beider Staaten kaum ernst genommenen wird.
Ministerpräsident Seehofer reist nach China (18.11.)
Vor Beginn seiner China-Reise hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an Ministerpräsident Horst Seehofer appelliert, sich in Bayerns Partnerprovinz Guangdong für die Freilassung inhaftierter Menschenrechtler einzusetzen. Viele Menschenrechtler sind in Bayerns aufstrebender Partnerprovinz akut in Gefahr. Sie wurden willkürlich festgenommen, weil sie ihre in Gesetzen verbriefte Rechte öffentlich einforderten und sich für mehr Meinungsfreiheit und politische Reformen engagieren.
Niedersächsischer Ministerpräsident reist nach China (11.11.)
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil appelliert, sich bei seiner China-Reise für die Freilassung inhaftierter Bürgerrechtler einzusetzen.
Menschenrechtsreport Nr. 75: Die Menschenrechtslage in Hamburgs Partnerstadt Shanghai
In Hamburgs chinesischer Partnerstadt Shanghai halten schwere
Menschenrechtsverletzungen weiter an. In diesem Menschenrechtsreport werden 187 Einzelfälle von Bürgerinnen und Bürgern Shanghais aus den Jahren 2013/2014 dokumentiert, deren in chinesischen Gesetzen verbriefte Menschenrechte massiv verletzt wurden.
ChinaTime in Hamburg – Feiern zur Partnerschaft mit Shanghai (4.11.)
Zum Auftakt von ChinaTime in Hamburg haben die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und die Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID), Regionalgruppe Hamburg, mehr Engagement der Hansestadt für Menschenrechte in der chinesischen Partnerstadt Shanghai gefordert. Die Menschenrechtsorganisationen legten einen 36-seitigen Report über Menschenrechtsverletzungen vor, die in den Jahren 2013 / 2014 in Shanghai begangen wurden. Der Report dokumentiert 187 Einzelfälle von willkürlich inhaftierten Bürgerrechtlern, Bittstellern und Falun-Gong-Praktizierenden.
China/Deutschland: Nur Handel? Kein Wandel! – Menschenrechte einfordern!
Am 10. Oktober 2014 machten wir gemeinsam mit dem Weltkongress der Uiguren (WUC) mit einer Aktion vor dem Bundeskanzleramt auf die Menschenrechtslage in China aufmerksam. Während die Bundeskanzlerin sich mit Chinas Ministerpräsident Li Keqiang und chinesischen Vertretern aus Wirtschaft und Politik traf, zeigten wir symbolisch mit einem Marionettenspiel und Masken von Angela Merkel und Chinas Staatspräsident Xi Jinping, wie die Bundeskanzlerin von dem mächtigen Parteichef Chinas gegängelt und geleitet wird.