Keine deutschen Waffen gegen Völkermord? Zurückhaltung der Bundesregierung angesichts von Gräueltaten und Massenvertreibungen scharf kritisiert
Nur legitime Regierungen sollten deutsche Waffen erhalten, betonte Vizekanzler Sigmar Gabriel während der Diskussion über mögliche Rüstungslieferungen in den Irak. Der Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Tilman Zülch, kritisiert diese Zurückhaltung.
Yezidin berichtet über verzweifelte Lage der Zivilisten in umkämpften Gebieten des Irak
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) lädt herzlich ein zu einem
Pressegespräch mit der Yezidin Nehad Isa
am Donnerstag, den 14. August 2014,
um 11:00 Uhr
im Victor-Gollancz-Haus für Menschenrechte,
Geiststraße 7, 37073 Göttingen
Kamal Sido über die dramatische Situation der Yeziden und Christen im Nordirak
Hunderttausende Yeziden und Christen sind auf der Flucht vor der Terror-Miliz IS (ISIS). Eine unfassbare Tragödie spielt sich vor Augen der internationalen Staatengemeinschaft ab. Die kurdische Regierung und die kurdischen Sicherheitskräfte müssen stärker unterstützt werden!
GfbV-Nahostreferent Kamal Sido über die Lage der Zivilisten und die Unterstützung für ISIS aus Katar, Saudi-Arabien und der Türkei.
Hilfe aus Deutschland für Syrien darf nicht in die Hände von Islamisten gelangen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt die Bemühungen des UN-Sicherheitsrats, Extremisten des Islamischen Staates (IS) im Irak finanziell zu schwächen und vom Zustrom ausländischer Kämpfer abzuschneiden.
Kundgebung: Deutschland soll die Unabhängigkeit Kurdistans unterstützen
Die in Deutschland und Europa lebenden Kurden riefen am 9. August 2014 zu einer gemeinsamen Kundgebung in Köln auf, um ihrem Appell an die Bundesregierung, die Unabhängigkeit Kurdistans zu unterstützen, Nachdruck zu verleihen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unterstützte den Aufruf zu dieser Menschenrechtsaktion und so reiste unser Nahostexperte am 9. August 2014 zusammen mit einem achtköpfigen Team nach Köln.
Alarmierende Hilferufe erreichen die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) aus dem äußersten Nordwesten des Irak. Islamistische ISIS-Kämpfer sollen dort während ihres Vorrückens innerhalb weniger Tage schon mindestens 300 kurdische Yeziden getötet und rund 500 yezidische Frauen gefangen genommen haben.
Dringender Appell zum Schutz der kurdischen Yeziden im Irak
„Den Yeziden im Irak droht ein neuer Völkermord. Die Angehörigen der yezidischen Religionsgemeinschaft in Deutschland – und wir mit ihnen – sind in höchster Sorge um das Leben und die Sicherheit von hunderttausenden yezidischen Kurden in der Region Sinjar im äußersten Nordwesten des Irak, die gegenwärtig von den Extremisten der ISIS-Gruppe angegriffen wird.“
Die Kurdische Gemeinde Deutschland e.V., die Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. und der Zentral der Yeziden in Deutschland wenden sich in einem gemeinsamen Appell an Bundesaußenminister Steinmeier.
Pressegespräch
am Dienstag, den 5. August 2014, um 10 Uhr
in der Ezidischen Akademie , Am Brabrinke 14 in 30519 Hannover mit dem weltlichen Oberhaupt der Yeziden Mir Tahsin Beg, Dr. Lutz Brade, Ali Rasho und Hatab Omar von der Ezidischen Akademie e.V, sowie Dr. Kamal Sido, Nahostreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker.