Am 14. September 2014 wird auf der Krim ein neues Regionalparlament gewählt. Der Medschlis, das Selbstvertretungsorgan der Krimtataren, hat zum Boykott dieser Wahlen aufgerufen. Die Krimtataren hatten schon das Referendum vom 16. März 2014 nach der völkerrechtswidrigen Besatzung der Halbinsel boykottiert und sein Ergebnis nicht anerkannt. Sie lehnen die pro-russische Regionalregierung unter Präsident Sergej Aksjonow ab.
Krimtataren und religiöse Gemeinschaften unter Druck
Kurz vor den Regionalwahlen auf der Halbinsel Krim am kommenden Sonntag (14.09.) beklagt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in einem neuen 25-seitigen Memorandum über die Menschenrechtssituation auf der von Russland annektierten Halbinsel Schikanen gegen die Krimtataren und eine zunehmende Beschneidung der Religionsfreiheit.
MH 17: Verantwortliche müssen zur Rechenschaft gezogen werden! Kein Kotau vor Putin!
Über die nach wie vor zurückhaltende Reaktion der EU auf den Abschuss der MH 17 über der Ostukraine ist die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) enttäuscht. Die Angehörigen der Opfer erwarten Antworten auf die drängende Frage nach der Verantwortung für dieses entsetzliche Verbrechen gegen die Menschlichkeit.
Nachdem Russland einem der wichtigsten Politiker der Krimtataren, Refat Tschubarow, die Einreise auf die Krim untersagt hat, hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Bundesregierung am Montag zum Protest aufgefordert. Das Einreiseverbot für Tschubarow richtet sich gegen alle Krimtataren, denn er ist der Vorsitzende des Medschlis, ihrer Selbstvertretung. Das darf nicht schweigend hingenommen werden.
EU und OSZE sollen zweite Verbannung von Mustafa Dschemilew verhindern! Einreiseverbot für Führer der Krimtataren aufheben!
Anlässlich des 70. Jahrestages der kollektiven Deportation der Krimtataren unter Josef Stalin am 18. Mai 1944 hat die Gesellschaft für bedrohte Völker die EU-Botschaften und die OSZE-Mission in der Ukraine dazu aufgefordert, bei den russischen Behörden durchzusetzen, dass Mustafa Dschemilew – die führende Persönlichkeit dieser Minderheit – auf die Krim reisen darf.
Hollande soll russischen Präsidenten wieder ausladen!
Als „blanke Provokation“ hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) den Besuch des russischen Präsidenten Wladimir Putin auf der Krim kritisiert. Putin provoziert damit nicht nur die Ukraine, sondern auch die gesamte EU.
Repressionen gegen Krimtataren: Demokratische Selbstvertretung von Schließung bedroht – Sorge um Sicherheit der Minderheit wächst
Die Repressionen gegen Krimtataren werden stärker. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen berichtete am Montag, der demokratischen Interessensvertretung der Minderheit, dem Medschlis in Simferopol, drohe die Schließung. Wegen „illegaler extremistischer Aktivitäten“ habe die Staatsanwältin auf der Krim beim Ermittlungskomitee des russischen Geheimdienstes FSB gegen den Vorsitzenden des Medschlis, Refat Tschubarow, und andere Mitglieder des Gremiums ein Strafverfahren eingeleitet.
Putins Doppelzüngigkeit entlarven! Einreiseverbot für Krimtatarenführer Dschemilew aufheben!
Die Teilnehmer des Petersburger Dialogs in Leipzig sollen während ihrer Gespräche mit den Repräsentanten der russischen Zivilgesellschaft am Mittwoch in Leipzig offen die Doppelzüngigkeit von Wladimir Putin kritisieren und die Aufhebung des Einreiseverbots für Krimtatarenführer Mustafa Dschmilew verlangen. Dieser Forderung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mit einer Mahnwache vor dem Tagungsgebäude Nachdruck verliehen.
Menschenrechtsaktion: Putins Doppelzüngigkeit entlarven! Einreiseverbot für Krimtatarenführer Dschemilew aufheben!
Mit einer Mahnwache wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Teilnehmer des Petersburger Dialogs am Mittwoch in Leipzig dazu auffordern, während ihrer Gespräche mit den Repräsentanten der russischen Zivilgesellschaft offen die Doppelzüngigkeit von Wladimir Putin zu kritisieren und die Aufhebung des Einreiseverbots für Krimtatarenführer Mustafa Dschmilew zu verlangen.