Mit einer verzweifelten Aktion will die politische Führung der Krimtataren gegen Verfolgung, widerrechtliche Inhaftierung und für Pressefreiheit auf der Krim demonstrieren. Sie hat angekündigt, den Import von Waren und Gütern auf die Halbinsel blockieren zu wollen.
Ukrainischer Regisseur Oleg Sentsow zu 20 Jahren Straflager verurteilt
Im südrussischen Rostow am Don wurde heute der ukrainische Regisseur Oleg Sentsow zu 20 Jahren Straflager verurteilt. Der Aktivist Alexander Koltschenko muss für zehn Jahre ins Straflager.
Krimtataren erinnern Merkel und Hollande an Verantwortung für Frieden
Anlässlich des heutigen Treffens von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit dem französischen Präsidenten Francois Hollande und dem ukrainischen Staatschef Petro Poroschenko in Berlin hat der Vorsitzende des krimtatarischen Medschlis, Refat Tschubarov, die Spitzenpolitiker eindringlich an ihre Verantwortung für den Frieden in ganz Europa, Ost und West, erinnert.
Weltkongress der Krimtataren in Ankara geprägt von großen Zukunftssorgen
Am vergangenen Wochenende fand in Ankara der zweite Weltkongress der Krimtataren statt. Über 200 Repräsentanten krimtatarischer Organisationen nahmen an dem Treffen teil. Doch mehrere prominente Vertreter konnten nicht aus der Krim ausreisen.
Prozess in Russland gegen Oleg Sentsov und Aleksandr Kolchenko bricht Minsk-II-Abkommen
Mit dem Prozess gegen den ukrainischen Regisseur Oleg Sentsov sowie den ukrainischen Linksaktivisten und Antifaschisten Aleksandr Kolchenko in Rostov am Don bricht Russland das Minsk-II-Abkommen. Diesen schweren Vorwurf hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) erhoben.
Am Sonntag, den 17. Mai 2015, wird um 19.30 Uhr am Potsdamer Platz in Berlin anlässlich des 71. Jahrestages der Deportation der Krimtataren eine einstündige Gedenkkundgebung durchgeführt. Seit einiger Zeit wird an diesem Tag in der Ukraine mit der Gedenkaktion „Zünde ein Lichtlein in deinem Herzen an“ an die Deportation der Krimtataren gedacht.
TV der Krimtataren abgeschaltet – Bundesregierung und OSZE-Medienbeauftragte sollen protestieren!
Mit Empörung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zur Kenntnis nehmen müssen, dass der einzige krimtatarische Fernsehsender ATR in der Nacht zum Mittwoch tatsächlich abgeschaltet wurde. Die russischen Behörden haben ihre Drohung wahrgemacht und diese wichtige Stimme der Minderheit zum Verstummen gebracht.
Der krimtatarische Abgeordnete des ukrainischen Parlaments Mustafa Dschemilewa und seine Frau Safinar. Foto: Archiv
Der TV-Sender der Krimtataren ATR darf nicht geschlossen werden!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), die Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEV) und die Jugend Europäischer Volksgruppen (JEV) sowie dem Institut für Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien (ICATAT) wenden sich entschieden gegen die drohende Schließung des einzigen TV-Senders der Krimtataren, ATR.