Nachdem Russland einem der wichtigsten Politiker der Krimtataren, Refat Tschubarow, die Einreise auf die Krim untersagt hat, hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Bundesregierung am Montag zum Protest aufgefordert. Das Einreiseverbot für Tschubarow richtet sich gegen alle Krimtataren, denn er ist der Vorsitzende des Medschlis, ihrer Selbstvertretung. Das darf nicht schweigend hingenommen werden.
Hetze gegen muslimische Krimtataren und jüdische Ukrainer löst erste Fluchtbewegung aus
Antimuslimische und antijüdische Hetze haben eine erste Fluchtbewegung von der Krim ausgelöst. Rund 5.000 Angehörige der muslimischen Krimtataren – vor allem Frauen und Kinder – haben die Halbinsel in den vergangenen Tagen und Wochen bereits verlassen, berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag.
Bundessicherheitsrat soll Bau eines Heeres-Ausbildungszentrums in Russland durch die Rheinmetall AG stoppen
„Angesichts der Bedrohung der Ukraine durch das russische Militär muss Deutschland mit sofortiger Wirkung die gesamte Zusammenarbeit im militärischen Bereich beenden“, fordert Tilman Zülch, der Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).
„Die deutsche Bundesregierung darf die rund 300.000 Krimtataren auf der Halbinsel Krim nicht allein lassen“, forderte der Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker, Tilman Zülch, am Donnerstag in Göttingen.
Aus bedrohte völker_pogrom 271, 3/2012Nahezu täglich berichtet die deutsche Presse über Julija Timoschenko, die inhaftierte einstige Anführerin der Orangefarbenen Revolution in der Ukraine. Haftbed…
Bürgerrechte und Minderheitenschutz in der Ukraine durchsetzen
Die erhöhte Aufmerksamkeit vor und während der Fußball-Europameisterschaft in der Ukraine sollen Politiker in der EU nutzen, um von der ukrainischen Regierung die Einhaltung der Minderheitenrechte und die Freilassung von Julija Timoschenko zu fordern.
Erster deutsch-krimtatarischer Dialog in Berlin (27./28.06.)
Eine hochrangige Delegation der Krimtataren aus der Ukraine wird Anfang kommender Woche in Berlin erwartet. Auf gemeinsame Initiative des Weltkongresses der Krimtataren, des krimtatarischen Nationalrates Medschlis und zahlreicher zivilgesellschaftlicher Initiativen aus Deutschland wird es am Montag und Dienstag zu Begegnungen zwischen krimtatarischen und deutschen Politikern im Deutschen Bundestag, im Auswärtigen Amt, der Ukrainischen Botschaft Berlin sowie dem Bundesministerium des Innern kommen.