Beteiligen Sie sich nicht am Bau des Staudamms Belo Monte in Brasilien – es bringt Indianer in Lebensgefahr!
Zusammen mit 50 weiteren Nichtregierungsorganisationen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am heutigen Dienstag an den Konzern Voith Hydro in Heidenheim appelliert, sich aus dem Belo Monte Kraftwerksprojekt im brasilianischen Regenwald zurückzuziehen. Das Projekt hätte weit reichende direkte und indirekte Auswirkungen auf die indigenen Gemeinschaften vor Ort.
Brasilianischer Diplomat spricht bei den Vereinten Nationen über die Rechte indigener Völker
Anlässlich der Pressekonferenz für Nicht-Regierungs-Organisationen der UNO-Hauptabteilung für Presse und Information (UN DPI) die am 28. April in New York stattfand, hat die UN-Abteilung einen brasilianischen Diplomaten bei der UN eingeladen, über Rechte der Indigenen und die Notwendigkeit der Anwendung der Prinzipien der freien, rechtzeitigen und informierten Zustimmung (Free, Prior and Informed Consent – FPIC) zu sprechen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt die Forderung der Menschenrechtskommission der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) an Brasilien, das Genehmigungsverfahren und sämtliche Bauarbeiten am Belo-Monte-Staudamm im Bundesstaat Para sofort einzustellen.
Menschenrechte indianischer Strafgefangener in den USA Leonard Peltier – Kämpfer für die Rechte indigener Völker
Der indianische Bürgerrechtler Leonard Peltier (66) wurde im Zusammenhang mit dem Tod zweier FBI-Beamter, die bei einer Schießerei am 26. Juni 1975 ums Leben kamen, unschuldig zu zweimal lebenslänglich verurteilt. Die Schießerei wurde nachweislich vom FBI provoziert. Die US-Regierung hat zugegeben, dass sie eine Schuld Peltiers nicht nachweisen kann.
Teilgenehmigung für Mega-Staudamm bringt isoliertes Volk in große Gefahr
Mit Bestürzung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die Entscheidung der brasilianischen Umweltbehörde IBAMA reagiert, eine Teilgenehmigung für Vorarbeiten zur Errichtung eines riesigen Staudamms am Xingu-Fluss zu erteilen. Dadurch gerät ein kleines isoliertes indianische Volk in dem Projektgebiet in große Gefahr, denn den Kontakt mit Bauarbeiten und Siedlern werden diese Menschen nicht überleben.
Die ILO-Konvention Nr. 169 ist die bislang einzige internationale Norm, die indigenen Völkern rechtsverbindlich Schutz und Anspruche gewahrt; also eine Art internationales Grundgesetz.