Seit der Annektierung der Krim durch Russland im Frühjahr 2014 sind die Krimtataren Schikanen und Repressionen ausgesetzt. Unser GfbV-Koordinator für die Krimtataren, Dr. Mieste Hotopp-Riecke, hat für Sie dazu ein Presse- und Aktionsdossier erstellt, das eine Bandbreite an Hintergrundinformationen und Aktionsmöglichkeiten bietet.
Dr. Mieste Hotopp-Riecke leitet das Institut ICATAT (Caucasica-, Tatarica- und Turkestan-Studien) in Magdeburg, ist seit vielen Jahren ehrenamtlicher Koordinator der GfbV für die Turkvölker und setzt sich besonders für die Rechte der Krimtataren ein.
Vom 06.-09. September findet eine krimtatarische Kulturwoche in Berlin statt. Mit Unterstützung der Konrad Adenauer Stiftung, MitOst und des Projekts “UkraineLab”, der Botschaft der Ukraine in Deutschland und des Ukrainischen Kinoklubs Berlin haben wir ein spannendes Programm vorbereitet.
TERMIN: Tage der krimtatarischen Kultur
Vom 06.-09. September findet eine krimtatarische Kulturwoche in Berlin statt.
Für Fußballfans ist der Juni dieses Jahres ein Freudenmonat. Neben der Europameisterschaft in Frankreich können sie sich auch an Spielen der Europeada vom 18. bis 26. Juni 2016 erfreuen. Foto: jarmoluk via pixabay
Europeada – Was ist das denn?
Am 18. Juni 2016 beginnt die Europeada in Südtirol. Doch was verbirgt sich hinter diesem Begriff?
In Erinnerung an die Deportationen der Krimtataren unter Stalin 1944 hat die ukrainische Zentralbank eine Gedenkmünze prägen lassen. Foto: Julia Berezovska/ Press office National Bank Of Ukraine via Flickr lizenziert unter Creative Commons BY-NC-ND 2.0
GfbV-Resolution zum Jahrestag der Deportation der Krimtataren
Am 72. Jahrestag der Deportation der Krimtataren unter Stalin (18. Mai) gestaltet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gemeinsam mit der Botschaft der Ukraine einen Abend zum Gedenken an die Opfer und zur aktuellen Menschenrechtssituation auf der Krim.
Aktivisten bei einer Demonstration für die Rechte der Krimtataren im Dezember 2015 in Istanbul. Foto: Istanbul Kirim Dernegi via Flickr lizenziert unter Creative Commons BY-SA 2.0
Krimtataren befürchten Provokationen am Jahrestag der Deportation
Seit der Annexion der Krim 2014 verbieten die lokalen Behörden und die pro-russischen politisch Verantwortlichen jegliche Versammlungen an diesem Tag.
Während der Festnahme von Ilmi Umerov durch den russischen Geheimdienst FSB zeigten Anwohner und Freunde des krimtatarischen Politikers ihre Solidarität, indem sie immer wieder seinen Namen riefen. Foto: Screenshot eines YouTube-Videos, das die Verhaftung zeigt; unten links: Portrait von Ilmi Umerov via Wikimedia Commons, Urheber Foto und Video: Qirim Haber Ajansi
Krim: Krimtatarischer Politiker verhaftet
Nach der Festnahme des krimtatarischen Politikers Ilmi Umerov durch prorussische Sicherheitskräfte in der Stadt Bachtschisaray am 12. Mai auf der Krim hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) von der OSZE die Entsendung von internationalen juristischen Beobachtern auf die Halbinsel gefordert.
Am 26. April 2016 entschied der Oberste Gerichtshof der Krim, dass der krimtatarische Medschlis geschlossen werden soll. Foto: Life-Of-Pix via pixabay.com [Symbolbild]
Oberstes Gericht auf der Krim verbietet krimtatarischen Medschlis
Am 26. April 2016 entschied der Oberste Gerichtshof der Krim, dass der krimtatarische Medschlis geschlossen werden soll. Die Konsequenzen sind katastrophal.
Ohne den Ausgang des so genannten Prozesses gegen den Medschlis auf der Krim abzuwarten, hat die pro-russische Staatsanwältin Natalja Poklonskaja angeordnet, dass die wichtigste Organisation der Krimtataren all ihre Aktivitäten einstellen muss. Foto links: TheFlyingDutchman via Wikimedia Commons; Foto rechts: Kremlin.ru via Wikimedia Commons
Krimtatarischer Medschlis verboten
Jetzt ist passiert, was bereits befürchtet wurde: Die pro-russische Staatsanwältin der Krim verfüte, dass der krimtatarische Medschlis seine Arbeit vollständig stoppen müsse.
Neuer Menschenrechtsreport zieht kritisch Bilanz zwei Jahre nach Annexion der Krim
Zwei Jahre nachdem prorussische Kräfte auf der Krim die Macht übernommen haben, legt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) jetzt einen neuen Report über die Lage der Menschenrechte auf der Halbinsel vor. Darin werden auf 39 Seiten schwere Einschnitte in die Bürger- und Menschenrechte sowie die Rechte des indigenen Volkes der Krimtataren dokumentiert.
„Der Medschlis ist das nationale und internationale Sprachrohr der Krimtataren. Ihn zu schließen, wäre ein weiterer Versuch Russlands, die indigene Minderheiten auf der Krim mundtot zu machen“, warnt Sarah Reinke, GUS-Referentin der GfbV. Foto: TheFlyingDutchman via Wikimedia Commons (bearbeitet)
Krim: Weiterer Schlag ins Gesicht der Krimtataren befürchtet
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zeigt sich besorgt über eine mögliche Schließung der krimtatarischen Selbstvertretung, dem Medschlis.