Die Kurden zählen zu den indoeuropäischen Völkern. Mit 30-35 Millionen Menschen sind sie weltweit das größte Volk ohne eigenen Staat. Ihr Siedlungsgebiet wurde nach dem 1. Weltkrieg zwischen den neu entstandenen Staaten Syrien, Irak, Türkische Republik und Iran aufgeteilt. Eine kurdische Streuminderheit lebt in der ehemaligen Sowjetunion.
Auf zum Teil gefährlichen Wegen beschützt von kurdischen Sicherheitskräften reiste Kamal Sido drei Wochen lang durch das Krisengebiet zwischen Euphrat und Tigris. Foto: Kamal Sido
Nordsyrien: Eindrücke aus dem Krisengebiet
Unser Nahostreferent Kamal Sido ist vor kurzem aus Nordsyrien zurückgekehrt. Auf zum Teil gefährlichen Wegen beschützt von kurdischen Sicherheitskräften reiste er drei Wochen lang durch das Krisengebiet zwischen Euphrat und Tigris.
Viehmarkt in der türkischen Provinz Sanliurfa. Vor allem die ländlichen Gebiete im Osten und Südosten der Türkei, in denen vorwiegend Kurden leben, sind wirtschaftlich unterentwickelt und profitieren kaum von der prosperierenden Wirtschaft. Foto: yavuzsariyildiz via iStock
Eine Nation, eine Sprache, eine Kultur
Die Entstehung des Konflikts zwischen Kurden und Türken
„Ich bin natürlich froh und auch ein wenig stolz, dass nach jahrzehntelanger, intensiver Arbeit dieses Wörterbuch druckfrisch vorliegt." Dem Wissenschaftler war die Freude während der Buchpräsentation anzusehen.
Das Buch, das eine Brücke zwischen Kulturen schlägt
In Zeiten der vernichtenden Kämpfe in Nahost – in dessen Kreuzfeuer immer wieder die Kurden geraten – stellte Feryad Fazil Omar, Leiter des Institutes für Kurdische Studien in Berlin, sein Werk Deutsch-Kurdisches Wörterbuch (Sorani) vor.
Feryad Fazil Omar, Leiter des Institutes für Kurdische Studien in Berlin und Vorsitzender der deutschen Sektion der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), stellt am kommenden Dienstag in Berlin das 1.872 Seiten umfassende, erste deutsch-kurdische Wörterbuch vor. Dazu laden wir Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen herzlich ein.
Türkische Angriffe auf syrisch-kurdische Stellungen
Nach Angriffen des türkischen Militärs auf kurdische Stellungen in Syrien hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag Deutschland und die Regierungen aller NATO-Mitgliedsstaaten dazu aufgefordert, den NATO-Partner Türkei zu einer friedlichen Lösung für Syrien verpflichten.