Memorandum dokumentiert: Abbau Seltener Erden gefährdet mongolische Nomaden in China
Chinas Nomaden in der Inneren Mongolei sind akut von Landraub und den Folgen des Bergbaus bedroht. Wenn die deutsche Wirtschaft wegen der jüngst von China beschlossenen Freigabe des Exports von Seltenen Erden jubelt, dann ist dies verständlich. Für die Nomaden in der Inneren Mongolei bedeutet dies aber das Aus, weil sie massiv unter den Folgen des Bergbaus leiden.
Neuer Menschenrechtsreport dokumentiert zunehmende Übergriffe auf Menschenrechtler in China
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat unmittelbar vor dem 3. Deutsch – chinesischen Regierungsdialog in Berlin einen neuen Menschenrechtsreport veröffentlicht, in dem sie die zunehmende Verfolgung von Menschenrechtlern in China dokumentiert. In dem 56-seitigen Report stellt die GfbV beispielhaft 347 Fälle von Menschenrechtlern in der Volksrepublik dar, die in den Jahren 2013/2014 schikaniert und verfolgt wurden.
Chinas Religionsbehörde will eigene christliche Theologie entwickeln
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor der angekündigten Entwicklung einer eigenständigen christlichen Theologie in China. Dies ist keine Chance für mehr Glaubensfreiheit in China: Denn staatliche Stellen werden eine chinesische christliche Theologie nur dafür benutzen, um Gläubige wirksamer zu kontrollieren und zu gängeln. Dies zeigen alle Erfahrungen des tibetischen Buddhismus und des Islam in China, die die staatliche Religionsbehörde zu vereinnahmen sucht.
Kritisch hat sich die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) zum Deutsch-chinesischen Menschenrechtsdialog geäußert, dessen zehntes Treffen zurzeit in Wiesbaden stattfindet. Der Dialog darf kein Selbstzweck sein wie bisher, sondern sollte zu konkreten Ergebnissen führen.
2012 ist China-Kulturjahr bei uns in Deutschland. In vielen Städten wird es dazu Vorträge, Konzerte und Ausstellungen geben. Doch über die Zerstörung der tibetischen, uigurischen und mongolischen Kultur oder die Lage kritischer Künstler und Schriftsteller in China wird kaum informiert.
China will die letzten 1,2 Millionen Nomaden der Volksrepublik bis 2015 zwangsweise ansiedeln
Die Pläne der chinesischen Regierung, die letzten 1,2 Millionen Nomaden in der Volksrepublik bis 2015 anzusiedeln, sind bei der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen auf scharfe Kritik gestoßen. Wenn die Nomaden gezwungen werden, sich in neu errichteten Dörfern niederzulassen, wird eine Jahrtausende alte Lebens- und Wirtschaftsform willkürlich zerstört.
Trotz Handel kein demokratischer Wandel – Industrie soll sich für Menschenrechte in China engagieren
Zur Eröffnung der Industriemesse in Hannover hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mit einer Protestaktion auf die katastrophale Menschenrechtslage in China aufmerksam gemacht. Seit mehr als einem Jahrzehnt erklärt uns die deutsche Industrie, dass mit dem Handel auch der demokratische Wandel in China komme.