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Aktuelles News & Artikel Brasilien: Wahlsieg Lulas ist ein Erfolg für Demokratie und indigene Rechte

Brasilien: Wahlsieg Lulas ist ein Erfolg für Demokratie und indigene Rechte

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wertet den Wahlsieg von Luiz Inácio Lula da Silva bei der brasilianischen Präsidentschaftswahl als wichtiges Signal für Demokratie, Menschenrechte und den Schutz des Amazonas. Lula setzte sich am Sonntag (25. Oktober) gegen den rechtsextremen Flávio Bolsonaro durch.

„Besonders für die Indigenen Völker Brasiliens stand viel auf dem Spiel. Flávio Bolsonaro hatte angekündigt, die Anerkennung weiterer indigener Territorien zu verhindern. Das hätte den Schutz von Millionen Hektar Land gefährdet und den Druck auf indigene Gemeinschaften weiter erhöht“, betont Dr. Eliane Fernandes, Referentin für Indigene Völker bei der GfbV.

Vor der Stichwahl mobilisierte ein breites gesellschaftliches Bündnis gegen den Rechtsruck. „Frauen, die LGBTQIAPN+-Community, Musiker, Künstler, Wissenschaftler und die indigene Bewegung haben sich in diesem zweiten Wahlgang zusammengeschlossen, um gegen Flávio Bolsonaro zu kämpfen und das Ergebnis zugunsten von Lula zu wenden“, betont Fernandes. „Für viele Angehörige Indigener Völker war der Weg zur Wahlurne eine Herausforderung. Insbesondere Menschen aus abgelegenen Gemeinden des Amazonasgebiets legten weite Strecken auf Flüssen oder über Land zurück, um ihre Stimme abzugeben und sich gegen die Zerstörung ihrer Territorien und Kulturen zu stellen.“

Trotz seines Wahlsiegs steht Lula vor erheblichen Herausforderungen. „Vertreter des Agrobusiness im Kongress werden weiterhin versuchen, Gesetzentwürfe durchzusetzen, die die Rechte der indigenen Völker massiv gefährden könnten“, warnt Fernandes.

Eliane Fernandes

Dr. Eliane Fernandes

Referentin für Indigene Völker

Thematische Schwerpunkte:

  • Indigene Völker Brasiliens
  • In freiwilliger Isolation lebende Völker
  • Asháninka
  • Javarital
  • Klimawandel und indigene Rechte

E-Mail: e.fernandes@gfbv.de