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Aktuelles News & Artikel Vertreibung für den Tourismus: Maasai-Vertreter aus Tansania stellen Vision für selbstbestimmten und nachhaltigen Tourismus vor

Vertreibung für den Tourismus: Maasai-Vertreter aus Tansania stellen Vision für selbstbestimmten und nachhaltigen Tourismus vor

Zwei Vertreter der indigenen Maasai aus Tansania reisen im November durch Deutschland, Österreich, die Schweiz, Frankreich und Belgien, um auf die Vertreibung ihrer Gemeinschaft aufmerksam zu machen. Im Mittelpunkt der Gespräche und Veranstaltungen stehen die Auswirkungen von Tourismus und Naturschutz auf Gebiete der Maasai im Norden Tansanias, ihre Rechte auf Land und Selbstbestimmung und Menschenrechtsverletzungen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begleitet die Delegationsreise, um die Forderungen der Maasai gegenüber politischen Entscheidungsträgern und der internationalen Öffentlichkeit zu stärken.

Den Auftakt bilden zwei Veranstaltungen in Genf am 3. und 4. November.

In Berlin wird die Delegation vom 16. bis zum 18. November sein und in dieser Zeit für Interviews zur Verfügung stehen.

3. November: Maasai-Vertreter stellen die „Maasai Tourism Vision“ in Genf vor

Bei einer Veranstaltung in Genf stellen Maasai-Vertreter die Maasai Tourism Vision vor. Diese wurde von der Maasai International Solidarity Alliance (MISA) basierend auf Gesprächen in mehr als 20 Dörfern und mit über 600 Personen im Norden Tansanias, die im Sommer 2026 geführt wurden, entwickelt. Das Konzept beschreibt, wie Tourismus in Gebieten der Maasai gestaltet werden kann, ohne ihre Landrechte, ihre Lebensgrundlagen und ihre kulturelle Selbstbestimmung zu gefährden.

Ort: Maison Internationale des Associations, Raum Mendes, Genf

Uhrzeit: 18.30 bis 20 Uhr

Panelisten: Simon Counsell (unabhängiger Experte), Ana Maria Suarez-Franco(Generalsekretärin FIAN International), drei Vertreterinnen und Vertreter der Maasai

4. November: Menschenrechte der Maasai im Fokus der Vereinten Nationen in Genf

Bei einem Side Event bei den Vereinten Nationen in Genf am 4. November diskutieren Maasai-Vertreter und Experten über die menschenrechtliche Situation der Maasai in Tansania. Thema der Veranstaltung, die von der GfbV organisiert wird, sind die Auswirkungen von Vertreibungen, Naturschutzmaßnahmen und die Einschränkungen traditioneller Landnutzung. Außerdem diskutieren die Teilnehmenden, wie bestehende menschenrechtliche Empfehlungen umgesetzt und die Rechte der Maasai wirksamer geschützt werden können.

Einen Tag nach dem Side Event findet der Universal Periodic Review, ein regelmäßiges Überprüfungsverfahren des UN-Menschenrechtsrats, zu Tansania statt. Der anstehende Überprüfungsprozess zu Tansania bietet eine wichtige Gelegenheit, die Situation der Maasai auf internationaler Ebene zur Sprache zu bringen und konkrete Schritte zu ihrem Schutz einzufordern.

Ort: Palais des Nations, Raum VII, Genf

Zeit: 12 bis 13.30 Uhr

Laura Mahler

Laura Mahler

Referentin für Subsahara-Afrika

Thematische Schwerpunkte:

  • Namibia
  • Ovaherero und Nama
  • Maasai
  • Tansania
  • Westsahara

E-Mail: l.mahler@gfbv.de 

Telefon: +49 3051 695 825 3