Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Göttingen
Das britische Gericht in Westminster unter Richter Timothy Workman hat die Auslieferung des früheren bosnischen Präsidenten Ejup Ganic an Serbien am 27. Juli 2010 abgelehnt und die Vorwürfe wegen angeblicher Kriegsverbrechen gegen den 64-Jährigen als „politisch motiviert“ bezeichnet. Ganic beschuldigte Serbien, es hätte das britische Rechtssystem ausgenutzt, um ihn 5 Jahre lang festzuhalten. Mit den Vorwürfen gegen seine Person, sollten seiner Meinung nach Kriegsverbrechen verschleiert werden, für die die serbische Seite verantwortlich ist. Die britische Geschäftsfrau Diana Jenkins, die zusammen mit Baroness Thatcher 300 000 £ für die Kaution bereitgestellt hatte, sprach von „einem Sieg für jeden, der daran arbeitet, die wahren Kriegsverbrecher zur Rechenschaft zu ziehen“. Vladimir Vukcevic, der serbische Ankläger, kündigte an, Berufung gegen das Urteil einzulegen. (Quelle: Telegraph)
Am 1. März 2010 war der bosnische Politiker Ejup Ganic aufgrund eines serbischen Auslieferungsantrags wegen angeblicher Kriegsverbrechen auf dem Londoner Flughafen Heathrow festgenommen worden. Nach Stellung einer Kaution war Ganic bis auf Weiteres frei gekommen, durfte Großbritannien aber nicht verlassen.
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