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Aktuelles News & Artikel Galgen vor dem Brandenburger Tor soll Bundesregierung an Verantwortung in Afghanistan erinnern: Freiheit für Parvez Kaambakhsh!

Galgen vor dem Brandenburger Tor soll Bundesregierung an Verantwortung in Afghanistan erinnern: Freiheit für Parvez Kaambakhsh!

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Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wird am kommenden Mittwoch vor dem Brandenburger Tor in Berlin einen großen Galgen errichten. Gemeinsam Exil-Afghanen will die Menschenrechtsorganisation mit diesem symbolischen Schreckensszenario die Bundesregierung zu einer sofortigen Initiative für die Freilassung des jungen afghanischen Journalisten Parvez Kaambakhsh drängen, der seit genau sechs Monaten unschuldig in der Todeszelle sitzt. Seine Richter verurteilten ihn am 23. Januar 2008 wegen „Gotteslästerung“ in einem nur vierminütigen Prozess ohne Rechtsbeistand zum Tode. Kaambakhsh soll kritische Beiträge über die Lage der Frauen im Islam aus dem Internet heruntergeladen und verbreitet haben. Der 23-Jährige bestreitet dies energisch.

„Wenn Deutschland in Afghanistan ernsthaft Demokratie und Rechtsstaatlichkeit sowie Meinungs- und Pressefreiheit verteidigen will, muss die Bundesregierung jetzt handeln!“, fordert der GfbV-Afghanistan-Koordinator Tillmann Schmalzried. Die Inhaftierung und Verurteilung von Kaambakhsh sei ein schockierender Fall von Sippenhaft. Denn Ziel der afghanischen Behörden sei es vor allem, seinen Bruder, den Journalisten Yaqub Ibrahimi zu treffen. Dieser ist einer der schärfsten Kritiker der Warlords, die in Afghanistan immer stärker an Macht gewinnen. Wegen seiner mutigen Reportagen wurden Ibrahimi und seine Familie vom Geheimdienst bedrängt, von Warlords und Taliban mit dem Tod bedroht. Auf Initiative der GfbV ist er derzeit Gast der Stiftung für politisch Verfolgte in Hamburg.

Wir laden Sie und Ihre Kolleginnen und Kollegen von den Bildredaktionen herzlich ein zu unserer

Menschenrechtsaktion „Freiheit für Parvez Kaambakhsh“

mit dem Bruder des zum Tode Verurteilten, Yaqub Ibrahimi,

am Mittwoch, den 23. Juli 2008, um 10.30 Uhr

vor dem Brandenburger Tor in Berlin.

ACHTUNG BILDREDAKTIONEN: Als symbolischen Galgen lässt die GfbV einen sieben Meter hohen Kran vorfahren, von dem an einem dicken weißen Tau vor einer schwarzen Plane drohend eine Schlinge zum Vollstrecken des Todesurteils hängt. Außerdem werden wir Schilder mit Porträts von Parvez Kaambakhsh und Transparente mit unseren Forderungen auch an den US-Präsidentschaftskandidaten Barack Obama tragen, der am 24. Juli in Berlin erwartet wird.

Beteiligen Sie sich auch an unserem E-Mail-Protest an die afghanische Botschafterin (s.u.)

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