Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Wenn Präsident Wladimir Putin die gnadenlose Unterdrückung und Verfolgung der tschetschenischen Bevölkerung fortsetzt, wird er nach Auffassung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Entstehung eines radikalen Islamismus in den nordkaukasischen Republiken und neue Kriegsherde provozieren. Weitere Aufstände muslimischer Völker könnten folgen. Davor hat die GfbV anlässlich der Kämpfe in der kabardino-balkarischen Hauptstadt Naltschik am Donnerstagmorgen gewarnt.
Die GfbV erinnert daran, dass Putin keinerlei ernsthafte Friedensverhandlungen mit den Vertretern der Tschetschenen eingeleitet hat. Die totale Zerstörung der Hauptstadt Grosny und die Ermordung von Tausenden ihrer Einwohner, die Zerstörung der tschetschenischen Infrastruktur, die Bombardierung von Schulen, Moscheen und Flüchtlingszügen sind bei den islamischen Völkern des Nordkaukasus unvergessen. Ständige Säuberungsaktionen in Städten und Dörfern, Verschwindenlassen von Personen, Morde und Vergewaltigungen tragen täglich zur Radikalisierung von Muslimen bei. So fällt die Propaganda extremer Islamisten aus dem Nahen und Mittleren Osten auf fruchtbaren Boden.

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