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Indigene Völker der Arktis

Lubicon Cree

Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen

Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.

Die heute etwa 500 Cree vom Lubicon Lake in der kanadischen Provinz Alberta laufen Gefahr, ihr Land und damit ihre Lebensweise endgültig zu verlieren. Denn obgleich die Verhandlungen zwischen ihnen und den Regierungen der Provinz und der Bundesregierung in Ottawa keineswegs abgeschlossen sind, vergibt Alberta bereits Abbaulizenzen für Teile des umstrittenen Landes. Die Lubicon haben kein Landrechtsabkommen mit dem Staat abgeschlossen, denn als 1899 kanadische Beamte durchs Land reisten, um Verträge mit den First Nations, den Ureinwohnern Kanadas, auszuhandeln, wurden sie ganz einfach übersehen. 40 Jahre später wurden sie „entdeckt“, man versprach ihnen ein Reservat, das sie nie erhalten haben. 1979 wurde im Norden Albertas Erdöl entdeckt. Die Provinz wurde zum Öl-Dorado Kanadas. Jetzt soll die groß angelegte Ausbeutung der Teersandvorkommen folgen, die sich tief unter dem Land der Lubicon befinden. Dazu sind Verfahren notwendig, die extrem viel Land, Energie und Wasser verbrauchen.

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