Hinweis zum Sprachgebrauch in älteren Beiträgen
Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Die meisten der 41.302 Nenzen leben im europäischen Teil Russlands und im Nordwesten Sibiriens. Auf der Westsibirischen Halbinsel Jamal leben ca. 4.700 Nenzen als Nomaden. Sie leben in typischen Nomadenzelten, die als Chum bezeichnet werden. Auf Jamal gibt es nahrhafte Weiden für die Rentierherden. Im Winter treiben die Nenzen ihre Tiere in die Wälder, um dort vor den kalten Winden der Tundra Schutz zu finden. Im Frühling ziehen sie zurück in die Mitte der Halbinsel, da dort die jungen Kälber geboren werden. Im Sommer halten sie sich an der Küste auf, wo der Wind die Mücken verjagt. Die Nenzen leben von ihren Rentierherden; das Fleisch, Blut, Fett und Knochenmark sind ihre Nahrungsgrundlagen, Rentierhäute werden zu Zelten, Kleidung und Betten verarbeitet und aus den Geweihen und Knochen entstehen Messergriffe, Knöpfe und weitere Utensilien.
Doch auf Jamal lagern 61% der russischen Gas- und
15% der Ölreserven…..

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