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Minderheiten & Indigene Völker stärken: Wir setzen uns weltweit für bedrohte Gemeinschaften ein – für Selbstbestimmung, Schutz und Teilhabe.
Menschenrechtsverletzungen sichtbar machen: Wir dokumentieren Unrecht, benennen es klar und bringen es in Öffentlichkeit, Politik und Medien. Sichtbarkeit schafft Schutz.
Völkermord verhindern & Menschen schützen: Wir erkennen Risiken frühzeitig, warnen vor Eskalationen und setzen uns entschlossen für den Schutz der Zivilbevölkerung ein. Gewalt beenden, für Gerechtigkeit und Versöhnung.
Menschenrechte für alle durchsetzen: Wir sind solidarisch mit Betroffenen von Menschenrechtsverletzungen und stärken sie. Wir arbeiten für eine Politik ohne Doppelmoral, die Menschenrechte für alle garantiert. Solidarität und klare Haltung für Menschenrechte weltweit!
Völkermord an den Rohingya vor dem höchsten Gericht der Welt: Was das IGH-Urteil bedeutet – und was Deutschland damit zu tun hat
In den kommenden Wochen wird der Internationale Gerichtshof (IGH) in Den Haag ein Urteil fällen, das in die Geschichtsbücher des Völkerrechts eingehen könnte. Im Mittelpunkt stehen die Rohingya, eine muslimische Minderheit aus Myanmar, und die Frage, ob Myanmar für Völkermord an der Gemeinschaft verantwortlich gemacht werden kann.
Syrien ist für Minderheiten weiterhin nicht sicher: Wunschdenken darf keine Grundlage für Asylentscheidungen sein
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt die deutsche Bundesregierung sowie die Landesregierungen vor massenhaften Abschiebungen nach Syrien. Insbesondere für Angehörige ethnischer und religiöser Minderheiten wie Drusen, Alawiten, Yeziden, Ismailiten, Christen und Kurden sei Syrien nach wie vor nicht sicher. Auch Menschen, die die neuen Machthaber kritisieren, seien gefährdet, unabhängig von ihrer ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit.
Welttourismustag (27.9.): Maasai in Nord-Tansania fordern grundlegenden Wandel der Tourismusindustrie
Anlässlich des Welttourismustags am 27. September macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gemeinsam mit der Maasai International Solidarity Alliance (MISA) auf die menschenrechtlichen Folgen des Tourismus in Nord-Tansania aufmerksam. Durch den wachsenden Tourismus werden die Maasai immer weiter von ihrem Land zurückgedrängt: Weideflächen schwinden und der Zugang zu lebenswichtigen Ressourcen wird eingeschränkt. Insbesondere die Trophäenjagd stellt laut MISA ein Tourismusmodell dar, das zu Landraub beiträgt und gegen Menschenrechte verstößt.
Nordsyrien: Vertriebene Kurden fordern ihr Eigentum zurück
Die Rückkehr vertriebener Kurdinnen und Kurden nach Nordsyrien gestaltet sich laut der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) weiterhin schwierig. Seit der gewaltsamen Auflösung der kurdischen Autonomie in Nordsyrien durften vertriebene Kurden zwar in die bislang von der Türkei besetzte Region Afrîn zurückkehren, doch ihre Häuser und ihr Eigentum bleiben oft besetzt.
Konflikt um tote Löwen in Maasai-Gebiet in Tansania: Menschenrechtsorganisationen fordern unabhängige Untersuchung
Die Menschenrechtsorganisationen Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und FIAN Deutschland unterstützen die Forderung der Maasai International Solidarity Alliance (MISA) nach einer unabhängigen Untersuchung des Todes von zehn Löwen im Gebiet Ndutu in der Ngorongoro Conservation Area (NCA) in Tansania. Am 18. September 2026 wurden die toten Tiere in dem Gebiet entdeckt, in dem hauptsächlich die indigenen Maasai leben. Die Organisationen äußern sich besorgt über den Vorfall und kritisieren zugleich die mediale Berichterstattung darüber.
Verleihung des Hessischen Friedenspreises an armenischen Ministerpräsidenten: Rechte der aus Bergkarabach Vertriebenen achten
Anlässlich der Verleihung des Hessischen Friedenspreises an den armenischen Ministerpräsidenten Nikol Paschinjan am 18. September 2026 im Hessischen Landtag richtet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gemeinsam mit vier weiteren Organisationen heute einen Appell an die Landtagspräsidentin, die Mitglieder des Hessischen Landtags und das Kuratorium des Hessischen Friedenspreises. Die Unterzeichnenden sprechen sich ausdrücklich für einen nachhaltigen Frieden zwischen Armenien und Aserbaidschan aus. Ein solcher Frieden könne jedoch nur gerecht und tragfähig sein, wenn die Rechte der gewaltsam aus Bergkarabach vertriebenen armenischen Bevölkerung auf Grundlage des Völkerrechts und der UN-Völkermordkonvention berücksichtigt werden.