„Es ist in besonderem Maße unangebracht, dass sich Chinesische Kommunisten, die ausdrücklich die Idee früherer und zukünftiger Leben ablehnen, […] sich in das System der Reinkarnation und besonders der Reinkarnationen von Dalai Lamas und Panchen Lamas einmischen.“ – Der 14. Dalai Lama
Der 14. Dalai Lama wird im Juli dieses Jahres 88 Jahre alt. Viele Jahrzehnte war er das religiöse und politische Oberhaupt der Tibeter*innen. Obwohl der Dalai Lama seit 2011 „nur“ noch das religiöse Oberhaupt ist, verkörpert er bis heute das Streben der Tibeter*innen nach Freiheit und Selbstbestimmung.
Doch er braucht nun mehr denn je die Solidarität der Weltgemeinschaft. In unserer aktuellen Dokumentation beleuchten wir die Pläne der Kommunistischen Partei Chinas für einen eigenen Dalai Lama, die Menschenrechtsverletzungen der chinesischen Regierung an den Tibeter*innen sowie die andauernden Einschränkungen der Religionsfreiheit in Tibet. Wir formulieren außerdem, was die Weltengemeinschaft nun für die Tibeter*innen und den Dalai Lama tun muss.
Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen Tausende Kinder aus dem nördlichen Ostpreußen vor Hunger und Gewalt ins benachbarte Litauen. Viele überlebten nur, weil sie sich als sogenannte „Wolfskinder“ allein durchschlugen. Ihr Leid wurde lange marginalisiert. Wir präsentierrn eine neue, dreisprachige Publikation (deutsch, englisch, litauisch), die den aktuellen Forschungs- und Rezeptionsstand erstmals vergleichend im europäischen Kontext zugänglich macht.
Die GfbV engagiert sich seit 2011 für die Wolfskinder. Mit ihrer Kampagne trug sie dazu bei, dass die Bundesregierung den Betroffenen 2017 ein besonderes Kriegsfolgenschicksal attestierte und Anerkennungsleistungen beantragt werden konnten. Diese Publikation soll das Bewusstsein für die langfristigen Folgen von Krieg und Vertreibung schärfen und eine Brücke zu gegenwärtigen Debatten über Kinderrechte, humanitären Schutz und gesellschaftliche Verantwortung schlagen.
Ein Jahr nach den Massakern an den Alawiten in Syrien (7.3.) – Humanitäre Lage alarmierend
Zum ersten Jahrestag der Massaker an Syriens alawitischer Bevölkerung am 7. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Reisebericht ihres Nahostreferenten Dr. Kamal Sido. Er besuchte im April 2025 alawitische Städte und Dörfer, etwa einen Monat nach Beginn der Angriffe des neuen sunnitisch-islamistischen Regimes auf die Alawiten.