Im weltweiten Kampf gegen Rassismus und bei den Bemühungen für Frieden in Libyen ist die Einigung in der Tawergha-Frage bei den Friedensverhandlungen für Libyen in Genf ein wichtiges Zeichen. Der Stadtrat von Misrata hat bei den von den Vereinten Nationen vermittelten Gesprächen grundsätzlich der Rückkehr von rund 40.000 aus Tawergha vertriebenen schwarzafrikanischen Libyern in ihre Heimatstadt zugestimmt. Nach dreieinhalb Jahren von Vertreibung, Flucht, willkürlicher Inhaftierung, Folter und Erniedrigung allein aufgrund der Hautfarbe warten die Tawergha-Flüchtlinge sehnsüchtig auf eine Rückkehr in ihre Heimatstadt.
Im Interview erklärt GfbV-Afrikreferent Ulrich Delius, wer die Tawergha sind und wie die Zukunft für die 40.000 geflohenen Tawergha jetzt aussieht.
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Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen Tausende Kinder aus dem nördlichen Ostpreußen vor Hunger und Gewalt ins benachbarte Litauen. Viele überlebten nur, weil sie sich als sogenannte „Wolfskinder“ allein durchschlugen. Ihr Leid wurde lange marginalisiert. Wir präsentieren eine neue, dreisprachige Publikation (deutsch, englisch, litauisch), die den aktuellen Forschungs- und Rezeptionsstand erstmals vergleichend im europäischen Kontext zugänglich macht.
Minderheiten in Syrien nach dem Sturz des Assad-Regimes: Reisebericht von Dr. Kamal Sido
Zum ersten Jahrestag der Massaker an Syriens alawitischer Bevölkerung am 7. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Reisebericht ihres Nahostreferenten Dr. Kamal Sido. Er besuchte im April 2025 alawitische Städte und Dörfer, etwa einen Monat nach Beginn der Angriffe des neuen sunnitisch-islamistischen Regimes auf die Alawiten.