Ein Jahr systematische Verfolgung der Krimtataren und anderer Minderheiten
Memorandum: Ein Jahr russische Annexion der Krim
# Krim# Reporte/Memoranden# Russland# Ukraine
Zusammenfassung:
Vor einem Jahr haben pro-russische Kräfte die Macht auf der Krim übernommen, dann wurde die Halbinsel von Russland annektiert. Seitdem ist die Bevölkerung der Krim weitgehend isoliert und wurde mit schwerwiegenden Problemen, die sich durch die Annexion und die de facto Herrschaft einer Russland-treuen Regierung ergeben, allein gelassen. In dieser Zeit wurden auf der Krim schwere Menschenrechtsverletzungen begangen. Menschen wurden ermordet, entführt, verschwanden, wurden verurteilt und willkürlich verhaftet. Russland ist direkt verantwortlich für diese Menschenrechtsverletzungen auf der Krim. Daher ist es wichtig, dass die Situation auf der Krim und besonders die Verfolgung und Unterdrückung der Krimtataren auf den Tagesordnungen der internationalen Politik und Medien bleibt.
Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen Tausende Kinder aus dem nördlichen Ostpreußen vor Hunger und Gewalt ins benachbarte Litauen. Viele überlebten nur, weil sie sich als sogenannte „Wolfskinder“ allein durchschlugen. Ihr Leid wurde lange marginalisiert. Wir präsentierrn eine neue, dreisprachige Publikation (deutsch, englisch, litauisch), die den aktuellen Forschungs- und Rezeptionsstand erstmals vergleichend im europäischen Kontext zugänglich macht.
Die GfbV engagiert sich seit 2011 für die Wolfskinder. Mit ihrer Kampagne trug sie dazu bei, dass die Bundesregierung den Betroffenen 2017 ein besonderes Kriegsfolgenschicksal attestierte und Anerkennungsleistungen beantragt werden konnten. Diese Publikation soll das Bewusstsein für die langfristigen Folgen von Krieg und Vertreibung schärfen und eine Brücke zu gegenwärtigen Debatten über Kinderrechte, humanitären Schutz und gesellschaftliche Verantwortung schlagen.
Ein Jahr nach den Massakern an den Alawiten in Syrien (7.3.) – Humanitäre Lage alarmierend
Zum ersten Jahrestag der Massaker an Syriens alawitischer Bevölkerung am 7. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Reisebericht ihres Nahostreferenten Dr. Kamal Sido. Er besuchte im April 2025 alawitische Städte und Dörfer, etwa einen Monat nach Beginn der Angriffe des neuen sunnitisch-islamistischen Regimes auf die Alawiten.