Dokumentation: Wie China die GfbV in den Vereinten Nationen mundtot machen wollte
Seit 25 Jahren macht die GfbV dank ihres beratenden Status als Nichtregierungsorganisation bei den Vereinten Nationen jedes Jahr mit Dutzenden Eingaben in der Weltorganisation auf die dramatische Lage bedrohter Völker aufmerksam. Bild: Falcon® Photography via Flickr CC BY-SA 2.0
# Infomaterial# Reporte/Memoranden
Deutsche Außenminister beklagen seit Jahren, dass die Handlungsspielräume von Menschenrechtsorganisationen in autoritär regierten Staaten immer geringer werden. Doch inzwischen gilt dies auch in den Vereinten Nationen. Denn chinesische Diplomaten gehen im Mai 2018 unmittelbar gegen die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vor, um sie aus der Weltorganisation zu verbannen. Tatort New York: Nur wenige Minuten vor Dienstschluss reicht Chinas Botschaft am Freitag vor Pfingsten 2018 einen Antrag auf dauerhaften Entzug unseres beratenden Status in der Weltorganisation ein. Chinas Diplomaten werfen der GfbV einen angeblichen Regelverstoß vor. So sollen wir mit Dolkun Isa einen vermeintlichen „Terroristen“ bei einer UN- Konferenz für indigene Völker akkreditiert haben. Wir sind irritiert. Denn Dolkun ist deutscher Staatsbürger, lebt seit Jahren in München und ist langjähriges GfbV-Mitglied. Er ist einer der angesehensten uigurischen Menschenrechtler im Exil. Führende Weltmedien wie Newsweek, Time, die BBC und die New York Times zitieren ihn häufig. In Ministerien und Parlamenten in Europas und Asiens Hauptstädten geht er ein und aus. Denn als Präsident der bedeutendsten Exil-Organisation der Uiguren weiß er, von was er spricht. Seit Jahren dokumentiert er die massive Verfolgung der muslimischen Nationalität in China.
Sie können die Dokumentation hier kostenlos herunterladen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen Tausende Kinder aus dem nördlichen Ostpreußen vor Hunger und Gewalt ins benachbarte Litauen. Viele überlebten nur, weil sie sich als sogenannte „Wolfskinder“ allein durchschlugen. Ihr Leid wurde lange marginalisiert. Wir präsentierrn eine neue, dreisprachige Publikation (deutsch, englisch, litauisch), die den aktuellen Forschungs- und Rezeptionsstand erstmals vergleichend im europäischen Kontext zugänglich macht.
Die GfbV engagiert sich seit 2011 für die Wolfskinder. Mit ihrer Kampagne trug sie dazu bei, dass die Bundesregierung den Betroffenen 2017 ein besonderes Kriegsfolgenschicksal attestierte und Anerkennungsleistungen beantragt werden konnten. Diese Publikation soll das Bewusstsein für die langfristigen Folgen von Krieg und Vertreibung schärfen und eine Brücke zu gegenwärtigen Debatten über Kinderrechte, humanitären Schutz und gesellschaftliche Verantwortung schlagen.
Ein Jahr nach den Massakern an den Alawiten in Syrien (7.3.) – Humanitäre Lage alarmierend
Zum ersten Jahrestag der Massaker an Syriens alawitischer Bevölkerung am 7. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Reisebericht ihres Nahostreferenten Dr. Kamal Sido. Er besuchte im April 2025 alawitische Städte und Dörfer, etwa einen Monat nach Beginn der Angriffe des neuen sunnitisch-islamistischen Regimes auf die Alawiten.