GfbV-Asienreferent Ulrich Delius über Hunger in Indien
# Dossier# Indien# Reporte/Memoranden
Die indische Regierung hat im August 2013 angekündigt, die verarmte Bevölkerung mit preiswertem subventioniertem Reis und Getreide zu versorgen.
Viele der 95 Millionen Ureinwohner in Indien leiden jedoch unter Protein- und Nährstoffmangel. Da helfen billige Reis- und Weizenlieferungen wenig.
Wer die Armut unter den Adivasi-Ureinwohnern wirksam bekämpfen will, muss vor allem den Raub ihres Landes stoppen. Zehntausende Quadratkilometer kostbares Ackerland gehen jedes Jahr für den Bau von Staudämmen, Windkraftanlagen, Bergbau-Minen, Straßen und Fabriken verloren.
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Nach dem Zweiten Weltkrieg flohen Tausende Kinder aus dem nördlichen Ostpreußen vor Hunger und Gewalt ins benachbarte Litauen. Viele überlebten nur, weil sie sich als sogenannte „Wolfskinder“ allein durchschlugen. Ihr Leid wurde lange marginalisiert. Wir präsentierrn eine neue, dreisprachige Publikation (deutsch, englisch, litauisch), die den aktuellen Forschungs- und Rezeptionsstand erstmals vergleichend im europäischen Kontext zugänglich macht.
Die GfbV engagiert sich seit 2011 für die Wolfskinder. Mit ihrer Kampagne trug sie dazu bei, dass die Bundesregierung den Betroffenen 2017 ein besonderes Kriegsfolgenschicksal attestierte und Anerkennungsleistungen beantragt werden konnten. Diese Publikation soll das Bewusstsein für die langfristigen Folgen von Krieg und Vertreibung schärfen und eine Brücke zu gegenwärtigen Debatten über Kinderrechte, humanitären Schutz und gesellschaftliche Verantwortung schlagen.
Ein Jahr nach den Massakern an den Alawiten in Syrien (7.3.) – Humanitäre Lage alarmierend
Zum ersten Jahrestag der Massaker an Syriens alawitischer Bevölkerung am 7. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Reisebericht ihres Nahostreferenten Dr. Kamal Sido. Er besuchte im April 2025 alawitische Städte und Dörfer, etwa einen Monat nach Beginn der Angriffe des neuen sunnitisch-islamistischen Regimes auf die Alawiten.