Menschenrechtsreport Nr. 59: 50 Jahre Volksaufstand in Tibet
# China# Menschenrechtsreport# Reporte/Memoranden# Tibet
50 Jahre nach dem Volksaufstand und der Flucht des Dalai Lama steht Tibet an einem Scheideweg. Niemals zuvor war seit der Kulturrevolution in den 60er-Jahren der Druck Chinas zur Assimilation auf die Tibeter so groß wie heute. Zugleich wächst unter den Tibetern der Unmut über Diskriminierung und Missachtung, über Pekings Willkürherrschaft und den kulturellen Völkermord. Tibetische Sprache, Kultur und Lebensweise werden systematisch von China zerstört. Mit der Ansiedlung von 860.000 Nomaden und Halbnomaden wird eine Jahrtausende alte Kultur vernichtet.
Bislang ist der Widerstand der Tibeter gegen Chinas Willkürherrschaft fast ausschließlich friedlich. Doch wenn der Assimilierungsdruck noch stärker wird, könnten schon bald ethnische Spannungen zwischen Tibetern und chinesischen Migranten eskalieren.
Der Report kann kostenlos heruntergeladen werden: Download
Alternativ können Sie ihn auch in unserem Online-Shop bestellen: Zum Shop
Diese Dokumentation ist kostenlos – unsere Arbeit nicht.
Wenn Sie unsere Recherchen und die Zusammenarbeit mit bedrohten Gemeinschaften stärken möchten, freuen wir uns über Ihre Spende.
Ein Jahr nach den Massakern an den Alawiten in Syrien (7.3.) – Humanitäre Lage alarmierend
Zum ersten Jahrestag der Massaker an Syriens alawitischer Bevölkerung am 7. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Reisebericht ihres Nahostreferenten Dr. Kamal Sido. Er besuchte im April 2025 alawitische Städte und Dörfer, etwa einen Monat nach Beginn der Angriffe des neuen sunnitisch-islamistischen Regimes auf die Alawiten.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) veröffentlicht heute das Dossier „Beiträge zum Völkerstrafrecht von Claus Kreß“. Die darin gesammelten Texte setzen sich mit den gravierenden Angriffen auf das internationale Völkerrecht der vergangenen Jahre auseinander. Jasna Causevic, GfbV-Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung, erklärt zur Bedeutung der Publikation: „Das ‚Recht des Stärkeren‘ droht sich durchzusetzen, das Völkerrecht gerät aus den Fugen. Der Schutz der Menschenrechte und die Rechtsstaatlichkeit, die eigentlich der Maßstab für das Handeln der Regierenden sein sollten, bleiben zunehmend auf der Strecke.“