Radio Corax-Interview mit GfbV-Mitarbeiter Kaan Orhon
Staatenlosigkeit, staatliche Repression und die Rohingya in Burma
# Reporte/Memoranden
Die Vereinten Nationen wollen in den nächsten 10 Jahren allen staatenlosen Menschen eine Staatsangehörigkeit verschaffen. Weltweit sind derzeit etwa 10 Millionen Menschen staatenlos. Sie besitzen keinen Anspruch auf Bürgerrechte. Ihre Staatenlosigkeit ist oft genug Ausdruck staatlicher Repression.
Die Bevölkerungsgruppe der Rohingya in Burma ist ebenfalls von staatlich gewollter Staatenlosigkeit und Repressionen betroffen. Mindestens eine Million von ihnen lebt in Burma, Zehntausende sind in angrenzende Länder geflohen.
Über die Situation der Rohingya hat Radio Corax mit unserem GfbV-Mitarbeiter Kaan Orhon gesprochen.
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Ein Jahr nach den Massakern an den Alawiten in Syrien (7.3.) – Humanitäre Lage alarmierend
Zum ersten Jahrestag der Massaker an Syriens alawitischer Bevölkerung am 7. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Reisebericht ihres Nahostreferenten Dr. Kamal Sido. Er besuchte im April 2025 alawitische Städte und Dörfer, etwa einen Monat nach Beginn der Angriffe des neuen sunnitisch-islamistischen Regimes auf die Alawiten.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) veröffentlicht heute das Dossier „Beiträge zum Völkerstrafrecht von Claus Kreß“. Die darin gesammelten Texte setzen sich mit den gravierenden Angriffen auf das internationale Völkerrecht der vergangenen Jahre auseinander. Jasna Causevic, GfbV-Referentin für Genozid-Prävention und Schutzverantwortung, erklärt zur Bedeutung der Publikation: „Das ‚Recht des Stärkeren‘ droht sich durchzusetzen, das Völkerrecht gerät aus den Fugen. Der Schutz der Menschenrechte und die Rechtsstaatlichkeit, die eigentlich der Maßstab für das Handeln der Regierenden sein sollten, bleiben zunehmend auf der Strecke.“