Als „Hölle auf Erden“ beschreibt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) das Leben von Flüchtlingen aus Eritrea und Aethiopien, die auf ihrem Weg nach Israel auf der Sinai-Halbinsel in Aegypten Opfer schwerster Menschenrechtsverletzungen werden. Skrupellose Menschenhändler entführen, erpressen, vergewaltigen die Flüchtlinge oder lassen ihnen gewaltsam Organe entnehmen, um damit Profit zu machen, berichten die ägyptische Menschenrechtsorganisation „New Generation Foundation for Human Rights“ aus der Sinai-Stadt El Arish sowie italienische und israelische Menschenrechtler.
Unruhen in Oberägypten – Ausgangssperre in Assuan verhängt
Zwei Wochen vor den Parlamentswahlen in Aegypten nehmen in Oberägypten Spannungen zwischen der Minderheit der Nubier und Sicherheitskräften deutlich zu. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen berichtete am Montag, in der bei deutschen Touristen beliebten Stadt Assuan sei am Samstagabend eine Ausgangssperre verhängt worden, um Demonstrationen von Nubiern zu verhindern.
Hoffnungszeichen: Kopten und Muslime einigen sich nach jahrelangen Auseinandersetzungen
Als ein „Zeichen der Hoffnung“ und einen „bedeutenden Schritt zur Sicherung der Glaubensfreiheit in Aegypten“ hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die nun erzielte Einigung über Regeln zum Bau neuer Kirchen in Aegypten bezeichnet.
Ägyptens Kopten sind zunehmender Rechtlosigkeit und staatlicher Willkür ausgesetzt, seit Diktator Hosni Mubarak vor neun Monaten gestürzt wurde. Mit wachsender Sorge registriert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen, dass Christen in Ägypten immer häufiger Opfer von Entführungen werden, um Lösegeld zu erpressen.
Dr. Kamal Sido, Nahostreferent der GfbV, spricht mit ERF Plus über die Hintergründe der Ausschreitungen in Kairo Anfang Oktober. Rund 2000 koptische Christen waren vor das Gebäude des ägyptischen Fernsehens gezogen, um gegen muslimische Extremisten zu demonstrieren.
Mahnwache
Am Marktplatz / Altstadt in Düsseldorf
am Sonntag, den 16.10.2011, um 15.00 Uhr
Nach den bestürzenden Ereignissen in Ägypten in der vergangenen Woche rufen in Nordrhein-Westfalen lebende Angehörige der koptischen Kirche und ihre muslimischen Unterstützer unter dem Motto „Schutz und Sicherheit für die Kopten in Ägypten!“ zu einer Mahnwache am kommenden Sonntag (16.10.) in Düsseldorf auf.
Kopten warten noch immer auf Gerechtigkeit und ein Ende der Diskriminierung
Sieben Monate nach dem Sturz von Diktator Hosni Mubarak hat sich die Lage der Kopten in Ägypten nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) noch immer nicht spürbar verbessert. Mindestens 27 Kopten sind seit der Entmachtung Mubaraks bei Überfällen oder Auseinandersetzungen mit Muslimen getötet worden, mehr als 200 Angehörige der Minderheit wurden verletzt und drei Kirchen niedergebrannt.
Menschenrechtler wünschen sich stärkeres Engagement des Europaparlaments für Minderheiten
Das Europaparlament sollte sich noch stärker für ethnische, religiöse und sprachliche Minderheiten engagieren. Mit dieser Bitte will sich die Gesellschaft für bedrohte Völker an die Europaabgeordnete Prof. Dr. Godelieve Quisthoudt-Rowohl (CDU) wenden.
Sieben Monate nach Terroranschlag in Alexandria warten Ägyptens Christen noch immer auf Gerechtigkeit
Sieben Monate nach dem Terroranschlag auf die Kathedrale in Alexandria will die Koptische Kirche Klage die Regierung Ägyptens wegen Verschleppung der Ermittlungen gegen die Attentäter erheben. Bisher warten die Christen Ägyptens vergeblich auf Gerechtigkeit und es ist angesichts der Verweigerungshaltung Kairos mehr als fraglich, ob die wahren Tatumstände jemals ermittelt und veröffentlicht werden.