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Rubrik: Hintergrund

Zum Einsatz der Afrikanische Union (AU)

Vor dem Einsatz von UN-Blauhelmsoldaten hatten der Sudan und viele afrikanische sowie arabische Staaten der AU-Mission den Vorzug gegeben. Insbesondere in der arabischen Welt begrüßten zahlreiche Staaten den AU-Einsatz, die während des Genozides im Südsudan (1956-1972, 1983-2005) den Vernichtungsfeldzug der sudanesischen Armee und verbündeter Milizen mitfinanziert und somit unmittelbar unterstützt hatten.
Auch die Europäische Union (EU) setzte große Hoffnungen

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Geschichte des Konflikts

Seit Jahrzehnten fühlen sich die schwarzafrikanischen Völker im Westen des Sudan von der arabisch-muslimisch dominierten Zentralregierung in Khartum ignoriert und vernachlässigt. So schwelten massive Spannungen schon lange, bevor im Februar 2003 Widerstandsbewegungen in Darfur zu den Waffen griffen und Militärposten überfielen.

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Darfur – das Land der Fur

Darfur, das Land der Fur, ist fast anderthalb mal so groß wie Deutschland. Das im äußersten Westen des Sudan gelegene Gebiet grenzt an die Nachbarländer Libyen und Tschad. Es wurde 1994 von der sudanesischen Regierung in drei Regionen (Süd-, Nord- und West-Darfur) unterteilt. Darfur ist bis heute nur in einer mehrtägigen Autofahrt über Pisten von der Hauptstadt Khartum aus erreichbar.

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Es ist Völkermord!

Die sudanesische Regierung hat planmäßig und kontinuierlich große Teile der schwarz-afrikanischen Bevölkerung Darfurs von arabischen Reitermilizen vertreiben lassen. Allein bis zum Sommer 2004 wurden 300 von 576 Dörfern ganz und 76 weitgehend zerstört. Heute sollen 44 % der Dörfer in Trümmern liegen. Das Regime Bashir hat Armeeeinheiten eingesetzt, die sich an den Einzeltötungen und Massakern der Milizen beteiligten. Die Milizionäre werden bei ihren Überfällen regelmäßig von Soldaten unterstützt oder bekommen Feuer-Hilfe aus der Luft von Armee-Hubschraubern, berichten Augenzeugen. Der Geheimdienst wird gegen politische Führer und Intellektuelle eingesetzt und erhielt Sonderaufgaben im Rahmen dieser ethnischen Säuberungen.

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400.000 Tote und mindestens zwei Millionen Vertriebene

Zum dritten Mal führt das sudanesische Militärregime unter General Omar Hassan Al Bashir Krieg gegen die eigene schwarzafrikanische Bevölkerung. Nach dem Genozid im Südsudan (1955 bis 2003 mit fast 2,5 Millionen Toten) und in den Nuba-Bergen (1987 bis 2003 mit etwa 500.000 Toten) geht Khartum nun seit 2003 mit Hilfe der arabischen Janjaweed-Milizen gegen die muslimischen Schwarzafrikaner im westsudanesischen Darfur vor, die mehrheitlich dem Volk der Fur angehören. Dieser Völkermord

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Darfur stirbt

Jeden Monat sterben 15.000 Menschen in Darfur
Mehrere tausend Dörfer wurden gezielt zerstört
Jeder zweite Bewohner Darfurs ist auf der Flucht vor schwersten Menschenrechtsverletzungen der Janjaweed-Milizen und der mit ihr verbündeten sudanesischen Armee (Plünderung, Brandschatzung, Vergewaltigung, Bombardierung, Massaker, Vergiftung von Brunnen, Blockade humanitärer Hilfe)

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FINNLAND: Sámi fordern Schutz vor Urwaldzerstörung, Landrechte und Respekt vor ihrer Kultur

Bekommt man eine Ansichtskarte aus Finnland ist dies ein typisches Motiv: Ein Sámi in Festkleidung mit einem geschmückten Rentier, ein paar Bäume, Schnee. Doch wie lebt die Urbevölkerung im heutigen Finnland jenseits dieser stereotypen Darstellung, die für den finnischen Tourismus genutzt wird?

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Die Deh Cho First Nation in den kanadischen Nord West Territorien und das Mackenzie Valley Gaspipeline Project

Die wichtigsten Fakten im Überblick
-> Worum geht es?
Das Mackenzie Gas Projekt (MGP) ist das größte jemals im Norden Kanadas geplante Industrialisierungsprojekt. Es umfasst die 1350 km lange Mackenzie Valley Gas Pipeline und eine kürzere Pipeline für Flüssiggas von Inuvik an der Beaufortsee nach Norman

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Gasförderung im Autonomen Bezirk der Jamal Nenzen

Altbundeskanzler Gerhard Schröder besuchte Ende März 2006 den Autonomen Bezirk der Jamal-Nenzen. Er ließ sich erklären, wie dort Gas gefördert wird, besuchte jedoch auch eine Schule in Nowy Urengoi und ein Nomadenzelt. Der russische Gasmonopolist Gasprom ist auf dem Land der indigenen Gruppe der Jamal-Nenzen tätig. Auch deutsche Unternehmen drängen auf diesen Markt: Im Rahmen des deutsch-russischen Gipfeltreffens am 26. und 27. April 2006 in Tomsk wird der Chemiekonzern BASF mit Gasprom einen Vertrag unterschreiben, wonach seine Tochter Wintershall (Kassel) mit 35% am wirtschaftlichen Erfolg des Feldes beteiligt wird.

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