Ruth wirkt verstört. Die Mutter von vier Kindern ist traumatisiert:“Sie kamen am frühen Morgen und haben mein Haus niedergebrannt. Meine zwei ältesten Kinder haben sie mitgenommen,“ berichtete sie weinend von einem Überfall der Lord’s Resistance Army (LRA) auf ihr Dorf. Ihre beiden jüngeren Kinder haben ihr die Rebellen gelassen. „Es ist nur eine Frage der Zeit, wann sie auch meine Jüngsten entführen“, fürchtet die verzweifelte Mutter. Wenige Wochen vor dem Überfall war ihr Mann in einen Hinterhalt geraten und von der LRA getötet worden. Nun lebt Ruth mit ihren beiden verbliebenen Kindern in einem der vielen Flüchtlingslager im Norden Ugandas.
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Mehr als 100.000 Serben, bis zu 130.000 Roma, Aschkali und „Ägypter“ (etwa 80 % der Gesamtzahl dieser drei Minderheiten) und Zehntausende slawischer Muslime wurden im Kosovo nach Kriegsende durch radikale Albaner – unter Duldung der albanischen Bevölkerung – aus ihren Häusern vertrieben. Ihre Wohnungen wurden in Brand gesetzt. Viele der Opfer waren – und sind teils noch immer – Opfer von Misshandlung, Folter, Entführung, Vergewaltigung oder Mord.
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Kein Staat der Welt verwehrt so vielen Menschen den freien Zugang zum Internet wie die Volksrepublik China. Denn Chinas Machthaber fürchten die Freiheit der Gedanken. Schon nutzen mehr als 104 Millionen Chinesen das weltweite Netz, um sich zu informieren. Doch im Internet finden sie nicht mehr Zugang zu politisch unabhängigen Nachrichten und Medien als in dem staatlich kontrollierten Fernsehen. Vergeblich suchen sie auch bei westlichen Internet-Anbietern wie Google Informationen zum „Dalai Lama“, zur „Demokratie“, zu „Taiwan“, der staatlich verfolgten Meditationsgruppe „Falun Gong“ oder Nachrichten demokratischer ausländischer Medien. Denn auch westliche Internet-Anbieter haben sich „freiwillig“ zur Medienzensur verpflichtet.
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Für die Tibeter stehen die Uhren auf fünf vor zwölf: Ihre Jahrtausende alte buddhistische Kultur droht unterzugehen, da chinesische Siedler ihrem Land immer stärker ihre eigene Prägung geben. Jede Woche lassen sich mehrere tausend von ihnen in Tibet nieder. Angelockt von Versprechungen der chinesischen Regierung, siedeln sich die ungebetenen „Zuzügler“ vor allem in den Städten an. Dort beherrschen die 7,5 Millionen Chinesen inzwischen Handel, Dienstleistungen und Verwaltung.
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130.000 von 150.000 Roma, Aschkali und „Ägyptern“ wurden durch Morde, Vergewaltigungen, Entführungen und bis heute anhaltende rassistische Verfolgung aus dem Kosovo getrieben. Sechs Jahre nach der Befreiung der albanischen Bevölkerung durch die NATO kümmert sich kaum jemand um Leben und Gesundheit der Angehörigen dieser Minderheiten, die in den Flüchtlingslagern im Kosovo noch ausharren müssen.
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Daniel und Hekmat arbeiteten in einem Restaurant in Mosul. Die beiden jungen irakischen Christen wurden bei einem Überfall auf das Lokal am 7. Oktober verschleppt, und schon am nächsten Tag fand man ihre Körper: Enthauptet. Wenige Tage zuvor…
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Tschetschenien im Winter 2007- das heißt fehlende Versorgung mit Wasser und Wärme, fehlende Ausstattung der Krankenhäuser und Schulen. Die Menschen leben in einer Atmosphäre der Angst. In der tschetschenischen Bergregion fliegt die russische Luftwaffe immer noch Angriffe auf vermutete Stellungen tschetschenischer Kämpfer. Milizen und Einheiten des russischen Geheimdienstes führen so genannte „Säuberungsaktionen“ durch, während derer es zu Verschleppungen von Unschuldigen, zu Beschimpfungen, Schlägen und Plünderungen kommt. Die Verschleppten landen in Kellern und Untersuchungshaftanstalten, wo weiter gefoltert wird, um Geständnisse zu erpressen. Die russische Organisation Memorial geht davon aus, dass die Zahlen der Verschwunden zurückgegangen sind, weil sich viele Menschen nicht mehr getrauen, die Verbrechen anzuzeigen.
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GöttingenSehr geehrter Herr Premierminister,Ich bin sehr besorgt über das anhaltende Massensterben in Darfur. Es ist ein Skandal, dass die Sanktionen, die der Weltsicherheitsrat vor drei Monaten be…
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Gern präsentiert Außenminister Joschka Fischer sein Engagement für eine friedliche Lösung des Nahost-Konfliktes. Die Bundesregierung kritisiert den amerikanischen Angriff auf den Irak. Nach außen präsentiert sich Deutschland als Friedensstifter. Die deutsche Außenpolitik, versicherte die rot-grüne Koalition bei ihrem Machtantritt 1998, will Frieden sichern und Konflikte schon im Vorfeld entschärfen. So hieß es in ihren selbst gewählten Grundsätzen. Doch die deutsche Außenpolitik verstößt längst massiv gegen ihre eigenen Prinzipien. Denn Bundeskanzler Gerhard Schröder hat sich eng mit zwei Großmächten verbündet: Dem autoritär regierten Russland und dem totalitären China.
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