Das Alevitentum ist eine liberal-islamische Glaubensgemeinschaft. Sie gilt als die zweitstärkste islamische Konfession. Von den etwa 68 Millionen Einwohnern der Türkei bezeichnen sich über 20 Millionen Menschen türkischer, turkmenischer, kurdischer und arabischer Herkunft als Aleviten. Der Begriff „Alevit“ stammt von dem Namen „Ali“ und bedeutet soviel wie „Ali-Anhänger“. Die Bezeichnung „Alevit“ wird auch als Sammelbegriff für die religiösen Untergruppen wie Kizilbas-Aleviten, Bektasi-Aleviten, Tahtaci-Aleviten und weitere Gruppen benutzt.
(Hauptsiedlungsgebiete der Aleviten in der Türkei)
Hozan Cane auf der u.a. von der GfbV organisierten Türkei-Konferenz am 06.03.2010. Foto: Eva Lutter/GfbV
Prozess gegen Kölner Sängerin in der Türkei
Prozess gegen Kölner Sängerin Hozan Cane:
• Die Vorwürfe gegen die kurdische Künstlerin sind haltlos
• Außenminister Maas muss sich für ihre Freilassung einsetzen
• Bundesregierung muss endlich eine klare Kante gegen Erdogan zeigen
„Mahnwache für Demokratie und Menschenrechte in der Türkei“ der Alevitische Gemeinde Deutschland e.V.:
am 13.06.2020,
von 14.00 bis 16.00 Uhr,
am Opernplatz, in Hannover
Islamisierung in der Türkei:
• Hetzkampagne gegen Istanbuls Oberbürgermeister
• Hintergrund ist die wohlwollende Darstellung eines alevitischen Geistlichen
• Vermehrt religiöse Spannungen auch in Deutschland
Am 2. September 2019 wird Selahattin Demirtas von türkischen Richtern angehört. Er sitzt in einer Hochsicherheitszelle in Edirne, im äußersten Westen der Türkei, weit weg von seinem Geburtsort im asiatischen Teil des Landes. Die türkische Justiz wirft ihm „Terrorpropaganda“ in über 100 Fällen vor. Bild: GfbV 2019
Türkisch-kurdischer Oppositionspolitiker erneut von Gericht
Der in Deutschland lebende Bruder des kurdischen Oppositionspolitikers Selahattin Demirtas fordert von deutschen Politikern mehr Engagement für die Freilassung seines seit dem 3. November 2016 inhaftierten Bruders.
Seit Beginn der syrischen Krise 2011 hat die GfbV immer wieder gefordert, in Syrien den Aufbau eines föderalen und säkularen Staates zu fördern, um dort allen Volksgruppen und Religionsgemeinschaften ohne Diskriminierung gerecht zu werden. Bild: Kamal Sido/GfbV
Syrien: Vereinte Nationen sollen Kurdenregion in Schutz nehmen
Die Errichtung einer Schutzzone könnte den Kurden in Nordsyrien viel Leid ersparen, meint die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Die Menschenrechtsorganisation begrüßte den Vorschlag des CDU-Außenpolitikers Roderich Kiesewetter, dort unter dem Schirm der Vereinten Nationen (UN) ein „Schutzgebiet“ zu errichten.
Tausende Kurden wurden vom türkischen Militär getötet, mindestens 3000 verschleppt. Etwa 250.000 Kurden, Yeziden, Aleviten und Christen ergriffen die Flucht.
Bild: GfbV
Abgesagt: Mahnwache vor dem US-Konsulat in Düsseldorf: Kein Blankoscheck für Erdogan!
Erdogan und seine regionalen und internationalen Unterstützer versuchen die schweren Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen des türkischen Militärs und der islamistischen Söldner in Afrin auszublenden und sich als Stabilitätsfaktor darzustellen.
Vor der Eröffnung einer neuen Großmoschee in Köln durch den türkischen Präsidenten Erdogan hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) den Dachverband der türkischen Moscheegemeinden (Ditib) aufgefordert, sich zu Menschenrechten und der demokratischen Grundordnung zu bekennen. Die Verquickung von Religion und totalitärem Staat muss endlich beendet werden. Bild: Raimond Spekking via Wikimedia Commons | CC BY-SA 4.0
Ditib soll sich zu Menschenrechten und demokratischer Grundordnung bekennen
Vor der Eröffnung einer neuen Großmoschee in Köln durch den türkischen Präsidenten Erdogan hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) den Dachverband der türkischen Moscheegemeinden (Ditib) aufgefordert, sich zu Menschenrechten und der demokratischen Grundordnung zu bekennen.
Präsident Erdogan steht nicht für die Grundwerte Europas der Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte, sondern für Willkür- und Gewaltherrschaft. Mit dieser symbolischen Kranzniederlegung vor der Neuen Wache wollen wir den tausenden Opfern seiner Gewaltherrschaft eine Stimme geben. Foto: Hanno Schedler für GfbV
Protest zum Erdogan-Besuch in Deutschland
Wenige Stunden vor Beginn des Besuchs des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gemeinsam mit Kurden, Yeziden, Aleviten und Christen einen Kranz in Berlin vor der Gedenkstätte für die Opfer von Gewaltherrschaft niedergelegt, um der Verfolgten des Erdogan-Regimes zu erinnern.
Der türkische Präsident Erdogan darf keinen Blankoscheck erhalten, da Minderheiten- und Menschenrechte noch immer nicht durchgesetzt werden. Mindestens 7.000 politische Gefangene sollen noch immer in Haft sein. Bild: unaoc via Flickr CC BY-NC-ND 2.0
Kein Blankoscheck für Präsident Erdogan
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat gefordert, dass Menschenrechte zur Leitschnur der Deutsch-Türkischen Beziehungen werden müssen, wenn die Bundesregierung auf das Angebot Präsident Erdogans eingeht, einen „Neustart“ in den beiderseitigen Beziehungen zu versuchen.