Die Kurden zählen zu den indoeuropäischen Völkern. Mit 30-35 Millionen Menschen sind sie weltweit das größte Volk ohne eigenen Staat. Ihr Siedlungsgebiet wurde nach dem 1. Weltkrieg zwischen den neu entstandenen Staaten Syrien, Irak, Türkische Republik und Iran aufgeteilt. Eine kurdische Streuminderheit lebt in der ehemaligen Sowjetunion.
Die Türkei mit Erdogan - wohin treibt das Land? Foto: Opendemocrazy via Flickr
Kamal Sido über die Lage in der Türkei nach dem Putschversuch
Themen sind unter anderem die Lage der Minderheiten, die Politik des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan und die Aussicht auf einen Ausgleich zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen.
Auf seiner Reise durch Nordsyrien hörte Kamal Sido nachts die Einschläge von Raketen und Artilleriebeschuss, feierte das kurdische und das assyrische Neujahrsfest und traf sich mit Vertretern von Parteien, Organisationen und zivilgesellschaftlichen Projekten. Foto: Kamal Sido
Artillerieeinschläge und Neujahrsfeste: Meine Reise nach Nordsyrien
Der Nahostreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Dr. Kamal Sido, fuhr vom 12. März bis zum 3. April 2016 nach Rojava-Nordsyrien, um sich ein eigenes Bild von der Lage in dem Gebiet zu machen. Seine persönlichen Eindrücke beschreibt er in diesem ausführlichen Reisebericht.
Kamal Sido vebrachte das Neujahrsfest Newroz in Kobane, wo er viele Mitglieder der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) traf. Auch diese junge Frauen sind im Kampf gegen den Islamischen Staat beteiligt. Foto: Kamal Sido
GfbV-Nahostreferent über die Situation in Kobani
GfbV-Nahostreferent Kamal Sido hat Bewohner die Bewohner Kobanis im Rahmen seiner Recherchereise durch Rojava-Nordsyrien besucht und berichtet von ihrem Willen, Kobani wieder aufzubauen.
Die aktuelle Situation in der Türkei und die Aufhebung der Immunität von HDP-Abgeordneten
Ali Atalan ist seit 2015 Abgeordneter der Demokratischen Partei der Völker (HDP) im türkischen Parlament. Kamal Sido, GfbV-Nahostreferent, sprach mit ihm über die Situation in den kurdischen Gebieten im Südosten der Türkei und die Aufhebung der Immunität von HDP-Parlamentsabgeordneten.
GfbV-Nahostreferent sprach in Nordsyrien mit Repräsentanten fast aller dort vertretenen politischen Parteien, Religionsgemeinschaften, mit Vertretern der Minderheiten, der Sicherheitskräfte und Behörden sowie mit Journalisten, um sich ein unabhängiges Bild der Lage zu machen.
Nord-Syrien: Hoffnungsvolle Anfänge eines friedlichen Zusammenlebens aller Volksgruppen unterstützen!
Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) veröffentlicht Bericht über Recherchereise in die Kurden-Enklaven. Darin kommen Repräsentanten der Parteien, Minderheitenorganisationen, Sicherheitskräfte, Behörden und NIchtregierungsorganisationen zu Wort.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unterstützt den Aufruf der Kurden und Iraner sowie ihrer Freunde zu einer Mahnwache am 04. Juni 2016 in Köln für die sofortige Freilassung und medizinische Versorgung des 54-jährigen Mohammad Sadiq Kabudvand.
Die "Anti-IS-Koalition" soll nach internationalen Presseberichten eine Großoffensive auf die IS-Hochburg Rakka planen. In der Allianz sind auch die "Syrian Democratic Forces" (SDF) vertreten, zu denen unter anderen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) gehören. Foto: Kurdishstruggle via Flickr
„Wir kämpfen für Gleichberechtigung in Syrien“
Nach internationalen Presseberichten steht eine Großoffensive der von den USA angeführten „Anti-IS-Koalition“ auf Rakka, Hochburg des Islamischen Staats in Syrien, bevor. Unter den militärischen Einheiten sind auch die SDF.
Demokratie in der Türkei den Rücken stärken – Sprechen Sie mit der kurdischen Opposition, Frau Merkel!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu aufgefordert, während ihres Türkei-Besuchs am kommenden Sonntag das direkte Gespräch mit dem Chef der prokurdischen Oppositionspartei HDP, Selahattin Demirtas, zu suchen und so der Demokratie-Bewegung den Rücken zu stärken.
Im März 2016 besuchte unser Nahostreferent Dr. Kamal Sido Nordsyrien und hielt sich zwei Tage in Al-Hasakeh auf. Dort führte er in der Zentrale der Sutoro-Einheit ein Interview mit Abu Al-Majd. Die Sutoro ist eine christliche Miliz, die mit der YPG verbündet ist.