Der folgende ältere Beitrag kann Sprache und Formulierungen enthalten, die heute nicht mehr den Ansprüchen einer diskriminierungsfreien und sensiblen Ausdrucksweise entsprechen. Er wurde im historischen Kontext verfasst und bewusst unverändert gelassen, um unsere jahrzehntelange Menschenrechtsarbeit zu dokumentieren.
Gemeinsam handeln – Newsletter abonnieren
Bleiben Sie informiert über unsere Menschenrechtsarbeit, Erfolge und aktuelle Kampagnen. Unser Newsletter bringt Ihnen Stimmen unserer Partner*innen, Analysen und Möglichkeiten zum Mitmachen direkt ins Postfach.
US-Außenpolitik nach den Midterms: Minderheiten befürchten Kontinuität
Viele Angehörige der Minderheiten in Syrien, der Türkei und dem Irak begrüßen die Wahlniederlage Trumps bei den kürzlichen Zwischenwahlen in den USA, befürchten jedoch eine Fortsetzung seines für sie gefährlichen Kurses. Das berichtet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) im Nachgang zu den Wahlen. „Die Menschen wissen, dass der außenpolitische Kurs der USA vom Weißen Haus bestimmt wird und nicht vom Kongress, in dem die Republikaner ab Januar in der Minderheit sein werden. Trumps Leute im Nahen Osten wie der US-Diplomat und Sonderbeauftragte für Syrien und den Irak sowie Botschafter in der Türkei, Tom Barrack, werden wahrscheinlich weiterhin die türkische Regierung unter Erdogan und die islamistischen Machthaber in Syrien unterstützen“, erklärt Dr. Kamal Sido am heutigen Freitag in Göttingen.
Lehrpläne an syrischen Schulen: Fortlaufende ideologische Vereinnahmung
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist besorgt über die fortlaufende Umgestaltung der Lehrpläne an syrischen Schulen durch das islamistische Regime des Landes. „Mit der Unterstützung der USA, der türkischen Regierung unter Erdogan, Deutschland, Katar sowie Russland fühlen sich die neuen Machthaber in Damaskus fest im Sattel. Sie forcieren nun, was praktisch alle diktatorischen Regime vor ihnen getan haben: die Umgestaltung der schulischen Lehrpläne nach ihren ideologischen Vorstellungen“, erklärt Dr. Kamal Sido, Nahostreferent der GfbV. „Wie nun bekannt wurde, werden die Bildungseinrichtungen umfassend neu strukturiert, ideologisch vereinnahmt und eine sunnitisch-islamistische Weltanschauung vermittelt. Für ein pluralistisches, demokratisches Syrien macht das wenig Hoffnung.“
Modell für fairen und gerechten Tourismus in Tansania: Maasai fordern grundlegenden Wandel
Wie kann Tourismus auf dem Land der Maasai gelingen, ohne ihre Rechte und Lebensgrundlagen zu gefährden? Darauf geben Maasai-Gemeinschaften mit einem eigenen Modell für fairen und gerechten Tourismus eine Antwort. Es wurde erstmals am gestrigen Dienstag, den 3. November, in Genf präsentiert. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), die an den zugrunde liegenden Recherchen beteiligt war, unterstützt die Forderungen nach einem grundlegenden Wandel der Tourismusbranche.