Die Tadschik*innen sind eine ethnische Gruppe, die mit etwa 8,5 Millionen Menschen das Staatsvolk der zentralasiatischen Republik Tadschikistan bildet. Im benachbarten ((Afghanistan)) leben mit etwa 11 Millionen Angehörigen mehr Tadschik*innen als in Tadschikistan selbst. Sie machen dort etwa 25 bis 30 Prozent der Gesamtbevölkerung aus.
Tadschikische Minderheit in Usbekistan, Russland und China
In Usbekistan sind die Tadschik*innen eine Minderheit und werden verfolgt. Die mindestens zwei Millionen Tadschik*innen in Usbekistan leben überwiegend in den historischen Städten Samarkand und Buchar. Auch in ((Russland)) und ((China)) gibt es kleine tadschikische Minderheiten. Viele sind als Arbeitsmigrant*innen dorthin gezogen. Weltweit wird die Zahl der Tadschik*innen auf maximal 25 Millionen geschätzt.
Wie viele Tadschik*innen in Deutschland leben, ist schwer zu ermitteln. In der Bundesrepublik leben etwa 8.000 Menschen, die aus Tadschikistan stammen (Stand: 2026), sowie einige Tadschik*innen aus Afghanistan.
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Enge Verbindung zur persischen und kurdischen Kultur und Sprache
Die tadschikische Kultur und Sprache sind eng mit denen der Perser*innen und ((Kurd*innen)) verwandt. Die tadschikische Sprache gehört zur iranischen Gruppe der indogermanischen Großfamiliensprache.
Die Republik Tadschikistan gehörte lange Zeit zur Sowjetunion – zuerst als Teilrepublik in Usbekistan von 1924 bis 1929, dann von 1929 bis zum Zerfall der Sowjetunion 1991 als eigenständige Unionsrepublik. Daher wird die tadschikische Sprache in Tadschikistan und Usbekistan im kyrillischen Alphabet geschrieben. In Afghanistan hingegen wird das arabisch-persische Alphabet verwendet.
Menschenrechtslage in Tadschikistan besorgniserregend
Tadschikistan erklärte 1991 seine Unabhängigkeit. Die Menschenrechtslage ist besorgniserregend. Es kommt zu Menschenrechtsverletzungen, Folter und häuslicher Gewalt gegen Frauen. Zudem gibt es keine Meinungs- und Pressefreiheit. Der Staat kontrolliert Religionspraktiken und geht stark gegen radikale islamistische Gruppen vor. Die GfbV fordert Minderheitenschutz, wie die Anerkennung der tadschikischen Sprache in Usbekistan.
Stand: Mai 2026
Autorin: Mirjam Kobold Redaktion: Sarah Neumeyer
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Völkermord verhindern & Menschen schützen: Wir erkennen Risiken frühzeitig, warnen vor Eskalationen und setzen uns entschlossen für den Schutz der Zivilbevölkerung ein. Gewalt beenden, für Gerechtigkeit und Versöhnung.
Menschenrechte für alle durchsetzen: Wir sind solidarisch mit Betroffenen von Menschenrechtsverletzungen und stärken sie. Wir arbeiten für eine Politik ohne Doppelmoral, die Menschenrechte für alle garantiert. Solidarität und klare Haltung für Menschenrechte weltweit!
Kritik an Chinas Einheitsgesetz: NGOs fordern besseren Schutz für Exilgemeinschaften in Deutschland
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), die Tibet Initiative Deutschland, der Weltkongress der Uiguren (WUC) und Freiheit für Hongkong fordern die Bundesregierung auf, Chinas neues Einheitsgesetz öffentlich zu verurteilen und Exilgemeinschaften wirksam vor transnationaler Repression zu schützen. Das „Gesetz zur Förderung der ethnischen Einheit und des Fortschritts“ tritt am Mittwoch, 1. Juli 2026, in Kraft.
Belagerung von El Obeid im Sudan – „Es droht ein Massaker wie in El Fasher“
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor einer dramatischen Eskalation der Gewalt in der sudanesischen Stadt El Obeid in Nordkordofan. „Seit Anfang Juni greifen die Rapid Support Forces die Stadt El Obeid fast täglich mit Drohnen an. Sie haben die Stadt abgeriegelt. Es droht ein Massaker wie in El Fasher, der Hauptstadt Norddarfurs, im Herbst 2025“, erklärt Sarah Reinke, Leiterin der Menschenrechtsarbeit der GfbV.
Menschenrechtsaktion vor chinesischer Botschaft in Berlin (1.7.): „Ethnische Einheit“ ist kulturelle Auslöschung – Gegen Chinas Einheitsgesetz!
Anlässlich des Inkrafttretens des chinesischen „Gesetzes zur Förderung der ethnischen Einheit und des Fortschritts“ veranstalten die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), die Tibet Initiative Deutschland e.V., der Weltkongress der Uiguren (WUC) und Freiheit für Hongkong e.V. eine Kundgebung gegen die Legalisierung der jahrzehntelangen Assimilationspolitik Chinas.
Krieg zwischen Syrien und Libanon hätte verheerende Auswirkungen auf Minderheiten
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor einem neuen Krieg im Nahen Osten zwischen Syrien und Libanon. „Syriens Machthaber al-Scharaa hat Trumps Vorschlag zwar zurückgewiesen, vieles spricht jedoch dafür, dass der Anführer der syrischen Islamisten gerne gegen die verhassten Schiiten im Libanon kämpfen würde. Sollte er grünes Licht von den USA, der Türkei und Katar erhalten und sollte Israel nicht widersprechen, droht ein neuer Krieg“, sagt der GfbV-Nahostreferent Dr. Kamal Sido
Berlin-Besuch von Denis Bećirović (24.6.): Steinmeier muss sich für Aufarbeitung der „Sarajevo-Safaris“ einsetzen
„Bosnien und Herzegowina befindet sich erneut in einer gefährlichen Phase. Eine Schwächung internationaler Schutzmechanismen sendet ein fatales Signal an jene Kräfte im Land, die seit Jahren die staatliche Ordnung untergraben, Sezession androhen, den Genozid leugnen und verurteilte Kriegsverbrecher verherrlichen. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der anstehenden Wahl eines neuen Hohen Repräsentanten zu“, erklärt Belma Zulčić, Direktorin der Gesellschaft für bedrohte Völker – Bosnien und Herzegowina.