Unsere Publikationen bieten fundierte Informationen zu bedrohten Minderheiten, Indigenen Völkern und Menschenrechtsfragen: Reporte, Memoranden, Dossiers, Studien und Hintergrundanalysen.
Memorandum: Die Mapuche in Chile
Der Mapuchekonflikt um die Landrechte im Süden Chiles reicht bis zum Beginn der Kolonialzeit zurück. Noch heute halten die Auseinandersetzungen um die Territorien der Mapuche an, wobei sich die Fronten zwischen Regierung und dem indigenen Volk weiter verhärtet haben.
Alina Rodenkirchen über die Lage der Mapuche in Chile
Alina Rodenkirchen, Mapuche-Koordinatorin und Sprecherin der Kölner Regionalgruppe der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) über die Lage der Mapuche in Chile. Die Mapuche werden vom chilenischen Staat mit repressiven Maßnahmen überzogen. Die Anerkennung als indigenes Volk wird ihnen verweigert.
Dschihadisten aus der ganzen Welt versuchen, mit Gewalt eine totalitäre islamistische Ideologie durchzusetzen. Innerhalb der syrischen Opposition fällt diese teilweise auf fruchtbaren Boden.
GfbV-Asienreferent Ulrich Delius über Hunger in Indien
Die indische Regierung hat im August 2013 angekündigt, die verarmte Bevölkerung mit preiswertem subventioniertem Reis und Getreide zu versorgen.
Viele der 95 Millionen Ureinwohner in Indien leiden jedoch unter Protein- und Nährstoffmangel. Da helfen billige Reis- und Weizenlieferungen wenig.
Wer die Armut unter den Adivasi-Ureinwohnern wirksam bekämpfen will, muss vor allem den Raub ihres Landes stoppen. Zehntausende Quadratkilometer kostbares Ackerland gehen jedes Jahr für den Bau von Staudämmen, Windkraftanlagen, Bergbau-Minen, Straßen und Fabriken verloren.
Der Ilisu-Staudamm und das Südostanatolien-Projekt
Linus Mandl über das Staudammnetzwerk GAP. Seit den 80er Jahren baut die Türkei an einem riesigen Staudammnetzwerk in Südostanatolien, auch GAP genannt. Die ökologischen, politischen und kulturellen Folgen des Projekts sind gravierend. Sowohl in den Anrainerstaaten Syrien und Irak als auch in der Türkei selbst sind Tausende von Menschen gezwungen vor den Wassermassen zu fliehen. Sie werden umgesiedelt, verlieren durch Fluten oder Wassermangel ihre Lebensgrundlage und werden zum Spielball außen- und innenpolitischer Machtkämpfe. Vor allem die ethnischen Minderheiten in der Region fallen dem Projekt zum Opfer und sehen ihre Lebensform auf beiden Seiten der Grenze bedroht.
Kamal Sido, Nahostreferent der Gesellschaft für bedrohte Völker, zur Lage der syrischen Flüchtlinge. Eine Millionen Kinder sind inzwischen aus Syrien geflohen, 740.000 von ihnen sind unter elf Jahren. Die meisten von ihnen befinden sich im Libanon, in Jordanien, der Türkei, im Irak und Ägypten.
GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius über die Lage in Ägypten.
Es ist schlimm, dass erst hunderte Menschen bei Massakern der ägyptischen Sicherheitskräfte sterben mussten, bis deutsche Rüstungsexporte an das Land endlich ausgesetzt wurden.